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IT-gestützte Inventarisierung deckt versteckte Sparpotenziale auf

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Für die Lagermitarbeiter stehen die Informationen über die Eigenschaften des Materials und seine Verfügbarkeit sehr rasch nach Beginn der Arbeiten bereit. Dies ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines solchen Projekts. Denn die Wahrscheinlichkeit einer Umlagerung steigt natürlich mit zunehmender Zeitdifferenz zwischen Bestandsaufnahme und dem Anbringen des Barcodelabels. Schon aus diesem Grunde ist die Projektdurchlaufzeit fest vorgegeben.

Ein weiterer Vorteil der IT-gestützten Vorgehensweise liegt im einheitlichen Schema des Aufbaus der Materialstammdaten, die so jederzeit angereichert werden können. Bei der Anreicherung kann es sich um technische, aber auch um Verwaltungs- und Sicherheitsinformationen handeln. Somit wird eine Harmonisierung der Daten erreicht, die unter anderem das Erkennen von Dubletten ermöglicht und den Handling-Prozess erheblich vereinfacht.

Wenige Muss-Daten, aber viele Kann-Daten

Die Definition von Materialstammdaten ist zeitaufwändig und birgt ein hohes Streitpotenzial zwischen den beteiligten Abteilungen in sich. Auch deshalb werden Stammdatenprojekte oftmals mit großem Widerwillen angepackt. Um solche Friktionen zu vermeiden, werden in unseren Projekten dem Bestandsaufnahme-Team wenige Muss-Daten und eine Reihe von Kann-Daten vorgeschlagen. Wenn weitere Merkmale notwendig sind, lassen sich diese nachträglich einfügen. Somit ist sichergestellt, dass die Instandhaltungskonzepte laufend fortgeschrieben werden können, um eine ständige Wertflussoptimierung zu erreichen.

Dies ist heute nur sehr eingeschränkt möglich, da die notwendigen Informationen fehlen und damit auch nicht fortgeschrieben und ausgewertet werden konnten. Kurz: Es gibt faktisch keine Materialwirtschaft in der Instandhaltung. Neben den Stammdaten müssen auch Bewegungsdaten, wie Zu- und Abgänge, dokumentiert und ständig aktualisiert werden. Auch diese Aufgaben erleichtert die IFCC-Software.

Barcode-Anwendung für die Lageristen

Die dank des Projekts erzielten Effekte sind allerdings nur dann nachhaltig, wenn auch die im Lager arbeitenden Mitarbeiter davon profitieren. Für sie wurde eine Barcodeanwendung installiert. Jeder Lagerort ist mit einem Barcode-bedruckten Etikett ausgestattet. Der Lagerort sowie die Teilebeschreibung lassen sich an einem Terminal recherchieren. Gesucht werden kann nach Materialbenennungen, nach Schlagworten, Abkürzungen, nach einzelnen Merkmalen.

Weil auch Kommissionierungen erfasst werden können, ist eine Lagerplatzoptimierung jederzeit möglich. Damit das System von den Mitarbeitern akzeptiert wird, wurde es in die Lage versetzt, deren Terminologie zu erkennen und nach E-Class umzusetzen. Für die Auswertungen stehen standardisierte Benennungen und Merkmalsbezeichnungen zur Verfügung. Ein Material-Zu- oder -Abgang kann via Scanner oder handschriftlich auf einem barcodefähigen Materialentnahmeschein dokumentiert werden.

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