Fahrerlose Transportsysteme

Kanban-Regale fahrerlos beladen

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„Als Pilotprojekt ist die Lösung mit den Trilogiq-FTS bei der Zumtobel Group zunächst ganz bewusst noch eine Insellösung ohne SAP-Anbindung“, erläutert Thorsten Finke, Geschäftsführer bei Identytec, und Christian Schulz, Geschäftsleiter bei Trilogiq, ergänzt: „Der Aufwand ist dadurch für die Zumtobel Group gering, der effizienzsteigernde Effekt für die Versorgung der Montage trotzdem maximal.“ Die Vorbereitungen für die Routenführung des FTS braucht zwar Erfahrung, ist jedoch in der Ausführung unspektakulär. Der Weg für das Transportsystem wurde durch Trilogiq-Mitarbeiter mit Magnetstreifen auf dem Boden vorgegeben, die Shooter-Regale im passenden Abstand am Boden verschraubt. Ein Probelauf reichte, um letzte Nachjustierungen an Abständen vorzunehmen.

Einfacher, effizienter Prozess

Seit März 2015 ist der FTS-Routenzug im produktiven Einsatz. Der Prozess ist einfach und effizient: Die Identytec-Software erfasst den Nachschubbedarf der Kanban-Regale. Die Anforderungen erscheinen auf dem Display am Kleinteile-Supermarkt. Der Kollege dort scannt die Barcodes und stößt damit die automatische Ausfassung aus dem Lager und den Druck eines Etiketts zur Identifikation des Kleinladungsträgers an. Er belädt daraufhin den Wagen nach den Angaben des Systems. Fertig beladen dreht das Fahrzeug seine Runde und fährt die Regale in der Montage an. Es nimmt automatisch die Leerbehälter auf, entriegelt punktgenau die einzelnen Behälter in den Beschickungskanälen und füllt so die Kanban-Regale auf. Mindestens einmal pro Stunde ist ein Routenzug so unterwegs. In der Regel gibt es aber 40 bis 60 Lieferungen pro Tag.

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Vorbildcharakter

Zumtobel ist froh, dass man sich auf Initiative von Trilogiq für das Pilotprojekt entschieden hat. Das Ergebnis ist tatsächlich eine Referenzlösung – auch für Zumtobel. Das FTS beliefert absolut zuverlässig. Der Materialfluss erfolgt bedarfsgerecht und ruhig. Gleichzeitig konnten Logistikmitarbeiter von manuellen Routinetätigkeiten in der Kanban-Befüllung befreit werden. Diese Mitarbeiter werden jetzt in der Logistik für den wachsenden Bedarf an kundenspezifischen Leuchtenlösungen eingesetzt, deren Teile pro Auftrag vorkommissioniert in die Montage gegeben werden. Jetzt gibt es erste Überlegungen bei der Zumtobel Group, das „add“-System auch in anderen Bereichen einzusetzen. ■

* Mathias Mäser ist Projektleiter im Leuchtenwerk Dornbirn bei der Zumtobel Lighting GmbH in A-6851 Dornbirn, Tel. (00 43-55 72) 3 90-0, info@zumtobel.info

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