Kennzeichnung

Kein Ärger mehr mit Ersatz- und Nachbeschilderung

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Dieses meist umständliche Prozedere beschreibt Baustellenleiter Bodo Ullmann von der Vescon Installation GmbH wie folgt: „Solche Abstimmungsprozesse bedeuten nicht nur einen erheblichen Zeitverlust, sondern auch eine Bruchstelle, an der sich gerne Fehler einschleichen. Wenn beispielsweise an den Klemmleisten der Schaltschränke laufende Nummern geändert werden und aus der Werkstatt die Kennzeichnungen mit den Ziffern 5 und 6 kommen sollen, werden solche Lappalien in der Werkstatt zuweilen wenig beachtet. Nicht selten kommen dann neue Kennzeichen mit den Ziffern 7 und 8 an die Baustellen. Mehrere Planänderungen und manche Fehllieferungen an Ersatzkennzeichen führen bei dieser Beschaffungsform zu einem ewigen Hin und Her zwischen Baustelle und heimischer Werkstatt.“

Um besagtes Hin und Her gar nicht erst aufkommen zu lassen, gibt es die nicht sehr ökonomische Möglichkeit, entsprechendes Gerät mit auf die Baustelle zu nehmen. Dann können die benötigten Ersatzkennzeichen direkt vor Ort selbst hergestellt werden. Die Krux bei dieser Option: Um die unterschiedlichen Schildmaterialien, die eingesetzt werden, bedrucken zu können, braucht man mehrere Verfahren und viel Gerät. Ein paralleler Einsatz von Plottern, Gravurmaschinen, Thermotransferdruckern und Laserdruckern ist dann gefragt. Dazu gehören damit auch unterschiedliche Software, ein großer Platzbedarf sowie ein erheblicher Dispositions-, Transport- und Wartungsaufwand. Also auch nicht das Gelbe vom Ei und keine wirklich umfänglich genutzte Option.

Neue Lösungen deuten sich an: „PrintoLUX-FB-20/400-STONE“

Da finden sich in der Praxis eher schon Kompromisslösungen, bei denen zum Beispiel Thermotransferdrucker mit auf die Baustelle genommen werden, um den Teil der Ersatzkennzeichnung direkt vornehmen zu können, der sich mit Etiketten bewerkstelligen lässt. Daneben sieht man auf den Baustellen auch kleinere Geräte zum Bedrucken von Metallschildern. So lässt sich ein größerer Teil des Bedarfs an Ersatzkennzeichen vor Ort herstellen, den Rest liefern heimische Werkstätten und Dienstleister.

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Für die umfängliche Herstellung von Ersatzkennzeichen unterschiedlichen Schildmaterials auf den Baustellen des Anlagenbaus fehlte bisher also ein taugliches Gerät. Diese Lücke soll der „PrintoLUX-FB-20/400-STONE“ schließen. Das von dem Kennzeichnungsspezialisten PrintoLUX entwickelte und 2017 auf den Markt gebrachte System ähnelt von außen einem großen Trolley. Es ist einfach zu transportieren und in der Lage, alle innerhalb und außerhalb von Schaltschränken benötigten Schildmaterialien zu bedrucken. Der aufwendige Einsatz von Parallelverfahren soll damit der Vergangenheit angehören.

Mario Ecker, Baustellenleiter der Siemens AG Österreich in Linz, setzt den „PrintoLUX-STONE“ seit mehr als einem Jahr ein. Seiner Einschätzung nach „hat dieses mobile System eine große Zukunft vor sich, da es ungewöhnlich schnell und vielseitig arbeitet“.

Auf der Baustelle hat man immer ein riesiges Einsparpotenzial

Wie sich die Vorteile dieses „Allrounders“ für das Kennzeichnen auf der Baustelle in Zahlen ausdrücken, beziffert beispielhaft Vescon-Baustellenleiter Ullmann: „Wenn man direkt an der Baustelle mit einem einzigen Herstellungsverfahren die erforderliche Nachbeschilderung für innerhalb und auch außerhalb des Schaltschrankes herstellen kann – Schilder für Klemmen ebenso wie für außerhalb liegende Kabel oder andere Betriebsmittel –, dann liegt das Einsparpotenzial bei 80 % gegenüber den Kosten, die anfallen, wenn alles in der Werkstatt nachzufordern ist. In konkrete Zahlen gefasst: Bei angenommenen 2000 Euro Zusatzkosten für eine mehrstufige Nachbeschilderung mittels Werkstatteinsatz bei einem einzigen Projekt reduzieren sich die Kosten durch mobiles Nachkennzeichnen um 1600 Euro auf 400 Euro.“ ■

* Hermann Oberhollenzer ist Geschäftsführer bei der PrintoLUX GmbH in 67227 Frankenthal, Tel. (0 62 33) 60 00-9 00, kontakt@printolux.com

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