Kennzeichnung

Kein Ärger mehr mit Ersatz- und Nachbeschilderung

| Autor / Redakteur: Hermann Oberhollenzer / Bernd Maienschein

Kennzeichnungsvielfalt im Schaltschrank: Schon der erste Blick in einen Schaltschrank im Anlagenbau zeigt das hohe Kennzeichnungsaufkommen.
Kennzeichnungsvielfalt im Schaltschrank: Schon der erste Blick in einen Schaltschrank im Anlagenbau zeigt das hohe Kennzeichnungsaufkommen. (Bild: Vescon Installation)

Ohne das Kennzeichnen von Industrieprodukten verliefe die Produktion chaotisch. Bei kurzfristigen Planänderungen führen neue Kabel- und Typenschilder immer zu erheblichem Zeit- und Kostenaufwand. PrintoLUX bietet ein mobiles System an, das leicht zu transportieren ist und sämtliche Schildmaterialien bedrucken kann.

Wer für die elektrischen Installationen im Anlagenbau zuständig ist – in Deutschland immerhin einige Tausend Schaltanlagenbauer – kennt den Ärger ganz genau: Im Laufe der Bauzeit erfordern kurzfristige Planänderungen mehrfach Nach- und Neubeschilderungen in den Schaltschränken, an Kabeln und an anderen Betriebsmitteln. Eine Sache, von der man annehmen sollte, dass sie im Handumdrehen erledigt ist. Eine falsche Annahme, denn Ersatz- und Nachbeschilderungen sind aufwendig, da Änderungen an Anlagen oft in mehreren Schritten vorgenommen werden. Dann heißt es: hier noch ein stärkerer Motor, da noch der nachträgliche Einbau einer Motorbremse und so weiter.

Jede Menge Kennzeichen im Schrank und um den Schrank herum

Da man im Voraus nicht sagen kann, welche Kennzeichen ersetzt werden müssen, lässt sich vor Projektbeginn auch kein Koffer packen, in dem Ersatzkennzeichen mitgeführt werden könnten. Man müsste ein viel zu großes Sortiment mitführen. Und man hätte dabei auch zwangsläufig einen sehr großen Posten an unnötig hergestellten Kennzeichen. Um eine Ad-hoc-Herstellung von Ersatzkennzeichen kommt man also kaum herum. Fragt sich nur, „wo“, „mit welchem Gerät“ und „von wem“ diese paar Schilder zu machen sind.

In den Lastenheften der Schaltschrankbauer stehen alle geplanten Prozesse und dazu auch die Beschriftungsinhalte in und am Schaltschrank. Die Außenbeschriftung besteht zumeist aus einem Metallschild, auf dem der Standort des Schrankes (Anlagenbereich), Name des Schrankes, Kundenlogo sowie neuerdings oft ein QR-Code als Definition des Schaltschrankes im E-Plan zu finden sind.

Im Inneren erfolgt die Bauteilbeschriftung in dreifacher Ausführung – und zwar auf der Montageplatte als Kennzeichnungsschild aus Kunststoff oder Pappe, außerdem direkt auf den Bauteilen selbst als Kennzeichnungsschild aus Kunststoff. Und drittens findet sich die Bauteilbeschriftung schließlich auf der zum Bauteil führenden Ader; dort als Clip oder in einer Kunststofftülle.

Nachbestellung von Kennzeichen: ein ewiges Hin und Her

Zu kennzeichnen sind auch die Klemmleisten und Klemmen mit durchnummerierten Plastikschildern. Außerdem sind alle Befehls- und Bedienelemente im Schrank zu kennzeichnen. Dazu zählen zum Beispiel Leuchtelemente, Not-Aus-Knöpfe und andere Drucktaster, Schlüsselschalter und USB-Schnittstellen. Sie sind alle mit Klebeschildern aus Plastik gekennzeichnet (siehe Aufmacher).

Oft werden die an den Baustellen benötigten Ersatzkennzeichen in heimischen Werkstätten oder bei Dienstleistern angefordert, was unweigerlich zu Wartezeiten, Verzug und einem Kostenaufwand führt, der in der Regel nur zu kleinen Teilen weiterberechnet werden kann.

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