Gepäckfördersysteme

Kurvengurtförderer fit für Wüste, Meer und XXL-Gepäck

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Bereits die üblichen Anforderungen an die Gepäckfördertechnik sind auf Flughäfen mit Drehkreuz- und Hub-Funktion sehr anspruchsvoll. Eng und präzise getaktete Start- und Lande-Slots, hohe Passagierzahlen, die reibungslose Bewältigung von täglichen Peaks und die stets verlangten und quasi als festes Markenzeichen garantierten kurzen Umsteigezeiten lassen keinerlei Unregelmäßigkeiten oder gar Pannen bezüglich der Leistung und Zuverlässigkeit des Baggage Handling-Systems im Dauerbetrieb zu.

Airports messen Stillstände in Minuten, und jede Verzögerung kann die Flugpläne empfindlich stören. Bei alledem spielt auch die störungsfreie und rechtzeitige Bereitstellung des Fluggepäcks der Reisenden eine wichtige Rolle.

Kurvengurtförderer als Schlüsselkomponente

Kurvengurtförderer erfüllen bei der Realisierung komplexer Gepäckanlagen auf engstem Raum eine Schlüsselfunktion: Sie lenken den Gepäckstrom in Schritten von 30° bis 180° auf die nächste Trasse und können in gewendelter Bauform auch gleichzeitig Höhenunterschiede überwinden.

Zudem müssen sie das niemals standardisierbare Fördergut „Fluggepäck“ stets zuverlässig handhaben, das jede Menge Schäden an den Gurten verursachen und somit den reibungslosen Transportfluss behindern oder sogar stoppen kann.

So müssen die Kurven nicht nur scharfkantigen Kofferschnallen, welche die Transportgurte aufschlitzen könnten, standhalten, sondern auch biegeschlaffe Reisetaschen zuverlässig befördern. Besonders anspruchsvoll ist der Transport von Rucksäcken, die in jeder erdenklichen Größe und Form vorkommen und oft mit zahllosen Außentaschen, Lastnetzen, Befestigungsriemen und Schlaufen ausgestattet sind und damit ein Hängenbleiben in den Transportstrecken geradezu provozieren.

Hier macht sich das Know-how von Transnorm bezahlt, denn diese Funktionen erfüllen die Gurtkurven der Harsumer Spezialisten auf nahezu allen Großflughäfen der Welt.

Was also war auf dem ständig erweiterten und kontinuierlich stärker frequentierten Airport Dubai so besonders?

Entwicklerisches Neuland für Extrem-Anforderungen in der Wüste

Als im Jahr 2000 die neue automatisierte Gepäckförderanlage im Terminal 1 von DXB mit weit über 100 Gurtkurven eines anderen Herstellers in Betrieb ging, gab es weltweit kaum Betriebserfahrungen an einem klimatisch so anspruchsvollen Standort wie dem Airport Dubai. So wurde bereits nach drei Betriebsjahren deutlich, dass die hier eingesetzten Kurvengurtförderer dieses Herstellers dem Betrieb auf Dauer nicht gewachsen waren, denn sie unterlagen einem außergewöhnlich hohen Verschleiß. Der Ersatzteil-Bedarf und die Wartungszeiten stiegen enorm an.

Im Quick-Cargo-Bereich des Terminals 2 waren Gurtkurven eines weiteren Anbieters installiert, die sich jedoch bereits nach kurzer Einsatzdauer als ungeeignet erwiesen.

Die Luftfahrtbehörde von Dubai (DCA) analysierte die „Kurven“-Situation sehr genau und brachte die diesbezüglichen Auswertungen in die seit 2000 bereits laufenden Planungen für das neue gigantische Terminal 3 ein. Dubai T3 – das bedeutete für die Gepäckförderanlage nicht nur schiere Größe, sondern auch eine neue Dimension hinsichtlich der Leistung und Qualität von Schlüsselkomponenten wie Gurtkurven.

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