Kleinteilelager

Lager stellt immer den richtigen Kabelbaum bereit

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Hohe Automatisierung sichert Just-in-time

Die Klinkhammer-Group und die Logistikspezialisten von Dräxlmaier arbeiteten von Anfang an sehr eng zusammen, um mit den jeweiligen Erfahrungen und Kompetenzen ein optimales logistisches Konzept für die besonderen Anforderungen in Emden zu entwickeln. So entstand ein vorbildliches Sequenzlager zur Jit-Belieferung des VW-Werkes.

In Spitzenzeiten muss Manfred Pflüger, Leiter Logistik bei DFE Dräxlmaier in Emden, alle 0,6 min in richtiger Sequenz und richtig etikettiert einen Behälter beziehungsweise Leitungssatz ausliefern — ein hoher Automatisierungsgrad. Für ihn auch eine Konsequenz aus dem geforderten Null-Fehler-Prinzip.

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Gerade das Dräxlmaier-Produkt ist ein absoluter Jobstopper. Wenn Dräxlmaier nicht liefert, kann das Fahrzeug nicht weitergebaut werden. Es läuft leer durch und muss später, wenn der Leitungssatz geliefert ist, wieder eingeschleust werden, inklusive aller weiteren Zulieferteile. Dieser Aufwand wäre immens und sehr teuer, deshalb verlangt VW null Fehler.

Mehrere Sicherheitsstufen sichern Null-Fehler-Toleranz

Die logistische Lösung der Klinkhammer-Group für Dräxlmaier arbeitet mit mehreren Sicherheitsstufen. Denn Sequenztreue und Versorgungssicherheit haben für die Dräxlmaier-Group oberste Priorität. Daher wurde die Anlage so geplant, dass es immer eine Alternative gibt.

Schon bei der Einlagerung greift dieses Denken. Die sechs Einzelregalreihen werden von fünf Regalbediengeräten versorgt. Die Wochenpakete werden nun gleichmäßig auf alle Regalreihen verteilt. Mit dem Rohbauabruf werden die Behälter mit dem jeweiligen Leitungssatz von den äußeren Regalreihen nach innen umgeschichtet. Das hat den Vorteil, dass bei einem Ausfall eines der Regalbediengeräte immer eine zweite Chance besteht, denn jetzt kann auch ein anderes Regalbediengerät zugreifen.

Kommt der Lackabruf, wird bei der Dräxlmaier-Group ein zweites Mal umgeschichtet; diesmal von oben nach unten. In den unteren beiden von insgesamt 20 Etagen lagern dann für 500 Fahrzeuge die Behälter mit den Leitungssätzen für den neuen Passat. Eine Menge, die ausreicht, um die Produktion nach dem Lackbereich von VW optimal zu versorgen. Auf diesen Bereich kann man im Notfall auch manuell zugreifen und die „brandheißen“ Aufträge abwickeln.

Stand-by-System für das Lager

Durch den Ansatz, die identische Fördertechnik sowohl für Einlagerung als auch Auslagerung zu nutzen, sind hier im Notfall fließende Übergänge möglich. Wenn also die Fördertechnik für die Auslagerung defekt ist, kann auf die Einlagerfördertechnik umgeschaltet werden. So ist die Auslieferung in jedem Fall sichergestellt. Gleiches gilt für die Stapelbildung.

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