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Jeder Auftrag wird für möglichst schnelle Kommissionierprozesse in separate Auftragszeilen aufgeteilt, die alle gleichzeitig aus den verschiedenen Lagerzonen nach unterschiedlichen Pickkonzepten kommissioniert werden, unter anderem nach dem Ware-zum-Mann-Prinzip. Durch dieses Prinzip der parallelen Kommissionierung kann TVH die Lieferung über Nacht sicherstellen.
Lagersystem sorgt für Auslieferung binnen 30 Minuten
Kunden, die mit einem Eilauftrag direkt zur Verkaufsstelle ins Lager kommen, erhalten ihre Waren innerhalb von 30 Minuten. Für die Konsolidierung werden die fertig kommissionierten Behälter zu einem neungassigen Miniload-Behälterlager mit 1100 Auftragsbahnen transportiert und dort bis zum Abruf vorgehalten, wobei Priorisierungen möglich sind. Die fertigen Auftragskartons werden nach den Logistikdienstleistungspartnern von TVH sortiert zum Versand gefördert. F
ür noch höhere Zeitersparnis und spätestmöglichen Auftragsannahmeschluss liefert das Unternehmen seine Sendungen selbst zu den Verteilzentren der Logistikdienstleister in Brüssel, Paris und Rotterdam und sogar nach Deutschland und Großbritannien. „Dank der hochgradigen Automatisierung bei der Auftragsbearbeitung können wir ein gleichbleibend hohes Serviceniveau mit noch längeren Annahmezeiten für Aufträge und einem schnelleren Versand zum Kunden bieten“, sagt Erik Deceuninck, Projektmanager bei TVH. „Die Produktivität ist viel höher als vorher und Kommissionierfehler konnten auf ein Minimum reduziert werden.“
Effizientes automatisches Handling der Originalkartons
Welchen stetig komplexeren logistischen Herausforderungen die Bekleidungsindustrie mit ebenso effizienten wie wirtschaftlichen und Endkundenaffinen Systemen Paroli bietet, zeigt das neue Logistikzentrum des Outdoor-Ausrüsters Jack Wolfskin. Aus der seit Sommer 2010 in Vollbetrieb laufenden Anlage in Neu Wulmstorf bei Hamburg werden derzeit rund 3000 Verkaufsstellen in Europa beliefert, vom klassischen Outdoorhändler über die Sportfachhändler bis zum Textilhandelsunternehmen. Dieses Aufgabenspektrum erfordert bei etwa 8000 Artikeln pro Saison sowie der Überlappung der beiden Saisons die permanente Verfügbarkeit von rund 16000 Positionen im Zentrallager.
„Das Geschäft zum Saisonbeginn ist für uns dahingehend planbar, dass wir diese Volumen bis zu vier Wochen vorher in die Disposition nehmen können“, betont Christian Brandt, der als Chief Financial Officer (CFO) bei Jack Wolfskin auch für den Logistikbereich verantwortlich ist. „Die größere Herausforderung stellt allerdings die Lieferung ab Lager dar, die rund 70% aller Aufträge ausmacht. Da bestellt der Händler spontan, was er gerade benötigt, und wir liefern den betreffenden Artikel dann zu 30% taggleich und den Rest in der Regel am nächsten Tag aus. Das können nur wenige“, erklärt Brandt.
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