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In der Automobilfertigung – BYD hatte im Jahr 2003 das Unternehmen Qin Chuan zugekauft, das bis dahin einen Kleinwagen auf Basis eines Suzuki in Lizenz gebaut hat – muss ich dann einfach fragen: „Was kostet mich denn ein ,e6‘ von BYD?“ Für das Elektro-Flaggschiff des Hauses müssen Europäer rund 45.000 Euro plus die jeweils anfallende Mehrwertsteuer hinblättern. Das ist für einen Journalisten aus dem Mutterland des Autos viel Geld, zumal für ein im „Billiglohnland“ China gefertigtes Fahrzeug. Ich lasse mich aber belehren, dass es keine Qualitätsunterschiede zu einem deutschen Elektroauto geben soll. Will heißen, dass das Auto seinen Preis wohl wert sei.
In China werden Elektroautos stark gefördert
Später bei Denza – die Marke ist das „Kind“ eines 50/50-Joint-Ventures zwischen Daimler und BYD – kommen bei der neuerlichen Preisfrage auf den „e6“-Preis sogar nochmal rund 5000 Euro obendrauf. Etwas moderater hört sich das Ganze allerdings an, wenn man die staatliche und die regionale Förderung in China berücksichtigt: Dann kostet der Stromer bis zu 30 % weniger.
Wenn ich die Visualisierung der Produktion richtig verstanden habe, lag der geplante Denza-Ausstoß für den April 2015 bei 340 Einheiten, Stand 21. April waren es aber nur 150 Fahrzeuge. Ok, die Produktion ist gerade erst hochgelaufen. Woran diese Diskrepanz liegt, ob es sich um einen Fehler auf der Anzeigetafel handelte oder das Bestellverhalten der chinesischen Elektro-Enthusiasten gegen Monatsende ansteigt, war nicht herauszubekommen. Interessant: Der Denza wird im ersten Schritt nur in China und auch nur über ein eigenes, von den beiden Joint-Venture-Partnern unabhängiges Händlernetz verkauft.
Auch E-Autos kommen ohne „Starterbatterie“ nicht aus
Die Bodengruppe, die mehr oder weniger eine eigene Batterie darstellt, bringt mal locker 640 kg auf die Waage. Unverzichtbar ist die in unseren „normalen“ Autos verbaute Starterbatterie, nur dass sie hier Funktionen wie das Batteriemanagement der Antriebsbatterie, das Radio oder das Taxameter bei Taxis steuert.
Und auch solche Dinge können passieren: Mitten durch das Fabrikgelände baut die chinesische Regierung eine Stadtautobahn und BYD kann nichts dagegen ausrichten, weil die Regierung lapidar sagt, dass das Gelände groß genug dafür sei. Ein Alptraum für einen Logistiker.
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