Elektrostapler

Lithium-Eisenphosphat für den heißesten Markt der Welt

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Im weiter nördlich gelegenen Shaoguan, wo man 2010 in einem Werk mit etwa 1 Mio. m² Fläche in die Staplerproduktion eingestiegen ist, kommen wir dann zum eigentlichen Grund unserer Reise: den neuen „Blauen“ am Staplermarkt. 50.000 Einheiten der E-Stapler könnten dort pro Jahr produziert werden. Momentan baut man ungefähr 20.000 Geräte in einer Schicht mit circa 1000 Mitarbeitern (inklusive Trainees) plus rund 300 Ingenieuren, die im zuvor besuchten Forschungszentrum, den „Laboratories“, beschäftigt sind.

„BYD speed“ macht vieles möglich, was in Europa nicht funktioniert

Die Fabrik wurde im August 2013 eröffnet, vorher war hier Farmland ohne jegliche befestigten Straßen. Grund für die Standortwahl: Die BYD Group hat sich für einen ganzen Industriepark in Shaoguan entschieden. Hier gibt es gut ausgebildete Leute, außerdem sind viele Zulieferer angesiedelt und man liegt relativ zentral, was wiederum gut für die Vertriebswege der Stapler sei, heißt es von BYD-Seite aus. Im März 2013, als Herr Bi hierher gekommen ist, war die Fabrik erst zur Hälfte fertig. „We call it the BYD speed“, so der Werksleiter.

Etwa 650 der Elektrostapler laufen derzeit bei BYD selbst, 2000 Einheiten in ganz China. Nach Australien, Singapur und sogar nach Japan, ins Mutterland des Weltmarktführers Toyota, werden schon Geräte verkauft. Momentan ist aber Europa der größte Exportmarkt für das Unternehmen, und das hat gerade erst angefangen. 60 bis 70 % der Verkäufe sollen vom geplanten Lager in Maastricht ausgeliefert werden, mit dann einer Woche Lieferzeit. Die anderen 30 bis 40 % der Geräte brauchen dann aus China heraus zwei Monate, bis sie im Container vom Werk in Shaoguan über die Häfen von Shenzhen und Rotterdam ins Distribution Center (DC) nach Maastricht gelangen.

Im ERP-System sind alle Ersatzteile abgebildet

Wie Javier Contijoch, Forklifts Director Europe, anmerkt, kommt es vor, dass wenn Kunden einen 6-m-Mast wollen, der 4,5-m-Mast am Stapler geliefert wird und der 6-m-Mast am Boden des Containers liegt. Die Maschine wird dann im DC umgerüstet und der kurze Mast geht wieder im Container zurück nach China. Hilfreich dabei ist sicher auch das gerade installierte ERP-System bei BYD Europe, das treffsicher die Ersatzteile abbilden kann. ■

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