Elektrostapler

Lithium-Eisenphosphat für den heißesten Markt der Welt

| Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Bernd Maienschein

(Bild: Maienschein)

Europa wird in anderen Weltregionen zuweilen als „alter Kontinent“ im Sinne von rückständig oder starr angesehen. Zumindest für die Staplerbranche gelten diese Adjektive jedenfalls nicht, sind doch beinahe alle führenden Staplerbauer hier angesiedelt. Auf diesen umkämpften Markt drängt jetzt – ein Chinese.

In Ausgabe Nr. 2 dieser Fachzeitschrift hatten wir unter der Überschrift „Energiewende in der Welt der Elektrostapler?“ schon über den unmittelbar bevorstehenden Markteintritt des chinesischen Konzerns BYD in Europa berichtet, der sich bisher auf die Produktion von Akkus (damit fing alles an), Elektroautos und -bussen sowie Solarpaneelen und Produkten für den IT-Bereich beschränkt hat. Jetzt war Gelegenheit, sich die Sache einmal aus der Nähe anzuschauen. Das erst 1995 gegründete Unternehmen hat momentan rund 180.000 Menschen in Lohn und Brot, die sei etwa fünf Jahren eben auch Gabelstapler produzieren, mit denen man jetzt den europäischen Markt erobern will.

Weltweit größter Zulieferer für die ITK-Industrie

Elektro-Gabelstapler, versteht sich, denn in den nach wie vor von Feinstaub und Smog stark belasteten Wirtschaftszentren Chinas – dafür sorgen schon alleine strikte Auflagen der Regierung – hätte der Diesel nicht den Hauch einer Chance, und wäre er noch so „clean“ gefiltert. Ein paar ausgesuchte Journalisten konnten sich nach penibler Gepäckkontrolle am Grenzübergang von Hong Kong nach Mainland China zuerst in Shen-zhen ein Bild des „Pentagons“ machen. So nennt Guozhong Bi, Managing Director BYD Forklift Factory, mit einem Augenzwinkern das Forschungs- und Entwicklungszentrums seines Unternehmens. Bi hält seine Begrüßungsrede auf Chinesisch, Marketingdame Milla Wan übersetzt ins Englische.

Die zur Schau gestellten Produkte in den Vitrinen des F&E-Zentrums haben ausgewählte Markennamen aufgedruckt: Energizer, iRobot Roomba und Nikko beziehen ihre Batterien von BYD. Außerdem fertigt man TFT, Oleds, Smartphone-Bildschirme und Cosmetic Metal Products (Tastaturen) für das Who's who der ITK-Industrie: Nokia, Apple, Motorola, Sony Ericsson und Huawei stehen auf der Kundenliste. Selbst die Oberflächenbehandlung von Handyschalen von HTC und Samsung ist im Programm.

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