Flurförderzeuge

Maßgeschneiderte Staplerfinanzierung

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Finanzierungsmodelle haben drastisch zugenommen

Doch genau in diesen Konzepten der lang- und kurzfristigen Mieten, die Morat kritisiert, sehen Hersteller wie Händler wiederum auch eine Chance – für ihren eigenen Absatz, aber auch für die Erwerbsfreudigkeit ihrer Kunden. Sofern die Banken mitspielen: „Im Moment lassen sich Finanzierungsmöglichkeiten schwer realisieren“, stellt Josef Morat fest. „In nur wenigen Fällen geben Banken den Betrieben das notwendige Kapital für Investitionen. Und wenn, dann sind die Konditionen keineswegs marktgerecht.“ Und mit dieser Feststellung ist Morat keineswegs alleine.

Oft jedoch basteln die Banker an den Konzepten mit, die dafür sorgen, dass – wie viel auch immer – Geld in die Kassen der Lieferanten und funktionsfähige Flurförderzeuge auf die Werksgelände der Kunden kommen.

Fest steht, dass Finanzierungsmodelle jedweder Couleur in den letzten Jahren drastisch zugenommen haben. Auf der Cemat 2002 in Hannover sorgte der damals noch autark agierende schwedische Lagertechnikhersteller BT, heute in die Toyota Material Handling integriert, mit seinem Messe-Motto für Aufsehen: „Kauft keine Stapler!“, stach es jedem Messebesucher unausweichlich in die Augen, der auch nur in die Nähe des BT-Standes kam.

Stapler-Leasing liegt im Trend

Was damals noch visionär anmutete, ist heute Alltag. Damals, und das liegt gerade einmal sieben Jahre zurück, schien die Haltung deutscher Unternehmen zu ihren Investitionsgütern nahezu unerschütterlich: „Was auf meinem Hof steht, gehört mir“, waren die Worte, mit denen der typische Mittelständler – oder der, den man dafür hielt – gerne zitiert wurde. Und heute? Heute werden tatsächlich kaum noch Stapler gekauft, jedenfalls nicht in klassischem Sinne – und auch nicht wegen der Krise nicht.

Das Finanzierungsgeschäft gewinnt für die Branche immer mehr an Bedeutung. Bereits jeder dritte Jungheinrich-Stapler wird gemietet oder geleast. Beim Aschaffenburger Wettbewerber Linde liegt der Anteil an geleasten und gemieteten Fahrzeugen in Deutschland bei mittlerweile über 50%, Mitsubishi nennt Zahlen jenseits der 60%.

Aber woher kommt dieses Umdenken? Mit dem Kauf oder Besitz eines Staplers ist es heute nicht mehr getan. Unternehmen gehen immer mehr dazu über, ihre Investitionsgüter hinsichtlich ihrer Produktivität zu messen und zu berechnen. Das heißt, sie bezahlen letztlich eine bestimmte, durch das Gerät zu erbringende Arbeitsleistung und nicht mehr das Gerät selber.

Durch eine fundierte Beratung können Beschaffungsfehler vermieden werden

Um so wichtiger aber ist es, sorgfältig auf eine vernünftige Zusammenstellung von Staplerflotte und Service-Konzept zu achten. „Die meisten Fehler können bei der Spezifizierung und der Kapazitätsplanung gemacht werden“, warnt Richard Schulan, Direktor Vertrieb und Service Deutschland bei Crown.

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