Flurförderzeuge

Maßgeschneiderte Staplerfinanzierung

01.09.2009 | Autor / Redakteur: Volker Unruh / Volker Unruh

Peter Wolf, Niederlassungsleiter der Mitsubishi Gabelstapler Deutschland GmbH: „Der Anschaffungspreis für Gabelstapler steht leider immer noch im Vordergrund. Die Servicekosten erhalten nicht den erforderlichen Stellenwert.“Bild: Mitsubishi
Peter Wolf, Niederlassungsleiter der Mitsubishi Gabelstapler Deutschland GmbH: „Der Anschaffungspreis für Gabelstapler steht leider immer noch im Vordergrund. Die Servicekosten erhalten nicht den erforderlichen Stellenwert.“Bild: Mitsubishi

Der Markt für Flurförderzeuge verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr Umsatzrückgänge von bis zu 50%. Geplante Investitionen werden zurückgehalten, erteilte Aufträge storniert. Dabei bieten Hersteller und Händler für jeden Bedarf die unterschiedlichsten Finanzierungsmöglichkeiten für den Erwerb und Einsatz von Gabelstaplern.

Die weltweite Finanzkrise hat auch den Markt für Flurförderzeuge empfindlich getroffen. Obwohl das Geschäft mit Lagertechnikgeräten noch einigermaßen befriedigend läuft, verzeichnen die Hersteller bei Neugeräten im Frontstaplerbereich Umsatzeinbußen von 50% und mehr.

Umsatz der Stapler-Händler sinkt weiter

Einer im Juli dieses Jahres vom Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinenfirmen e.V. (bbi) durchgeführten Umfrage zufolge berichten 60% der deutschen Stapler-Händler von weiteren Umsatzrückgängen im zweiten Quartal 2009.

Gleich mehrere Faktoren spielen bei dem zurzeit sehr zurückhaltenden (Kauf-)Interesse an Flurförderzeugen eine Rolle. „Die wirtschaftliche Situation der letzten Monate hat bei vielen Kunden eine abwartende Haltung ausgelöst“, glaubt Ingo Rose, Marketing-Manager bei Clark. Investitionen würden geschoben und Entscheidungen ließen länger auf sich warten.

Viele Hersteller und Händler stellen zudem fest, dass besonders größere Unternehmen ihre Staplerflotten an die veränderten Umstände in Wirtschaft und Industrie anpassen: In gleichem Maße wie die innerbetriebliche Logistik habe auch die Anzahl der benötigten Stapler in den Flottenbeständen abgenommen.

Zahl der eingesetzten Stapler nimmt ab

Außerdem, auch da sind sich die Insider einig, werden Läger und andere Bereiche der Intralogistik, in denen Stapler zum Einsatz kommen, immer sorgfältiger geplant, organisiert und modernisiert. Auch dadurch werden Flottengrößen spürbar reduziert.

Josef Morat, Export-Manager beim italienischen Spezialisten für Elektro-Stapler Carer, zieht für die derzeit herrschende Absatzkrise am Staplermarkt aber noch eine weitere, durchaus selbstkritische Betrachtung ins Kalkül. Er ist überzeugt, dass Hersteller wie Handelsorganisationen über die Konzepte der lang- und kurzfristigen Mieten den Markt gesättigt haben.

Die Tatsache, dass man den Kunden in den letzten Jahren massiv den Austausch ihrer Staplerflotten vorgeschlagen habe, und das unter besseren und flexibleren Bedingungen, sei für die heutige Situation mit verantwortlich. „Sicherlich“, so Morat, „trägt die Finanzkrise zum extremen Rückgang des Staplermarktes bei. Ich bin mir aber auch dessen bewusst, dass wir mit der Marktübersättigung einen Beitrag dazu geleistet haben.“

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