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Die gängigsten Finanzierungskonzepte fasst Andreas Urbanski, Leiter Finanzdienstleistungen im Jungheinrich-Konzern, zusammen:
- Rental und Rental vario (Nutzungsüberlassung der Stapler inklusive Full-Service),
- Leasing,
- Mietkauf und
- Teilzahlung.
Darüber hinaus hat der Kunde die Möglichkeit, jedes dieser Konzepte mit diversen Bausteinen zu ergänzen und an seinen spezifischen Bedarf anzupassen. Urbanski nennt folgende:
- Maschinenbruchpauschale,
- Laufzeitflexibilität,
- Flottenmanagement,
- Intervall-Service,
- Sicherheits-Service und
- Full-Service.
Für welches dieser Konzepte sich ein Kunde entscheidet, hängt ganz von dessen Unternehmens- und Logistikstrukturen ab. Pauschalempfehlungen sind da kaum möglich. Tendenziell jedoch gilt, dass sich Leasingverträge für Kunden aller Branchen und jeglicher Unternehmensgröße eignen.
Stapler-Leasing schont die Liquidität
„Voraussetzung ist“, erläutert Lothar Heckert, „dass der Betreiber seine Flurförderzeuge am Ende der geplanten Laufzeit austauschen möchte.“ Leasing schone die Liquidität und schaffe durch die bilanzneutrale Staplerfinanzierung Spielraum für Investitionen in anderen Bereichen. Außerdem, so Harald Thum, Marketingleiter im Geschäftsbereich Gabelstapler bei Zeppelin, tragen die Unternehmen nach Vertragsende kein Vermarktungsrisiko für die Stapler.
Und da der Jahresabschluss zu den harten Faktoren der Ratingbewertung eines Unternehmens zählt und gute Bilanzrelationen meist deutlich höher bewertet werden als anfallende Leasingkosten, kann das Leasing von Flurförderzeugen sogar dazu beitragen, das Unternehmens-Rating zu verbessern.
Für kleinere Unternehmen ist Stapler-Mietkauf immer eine Option
„Rental-Verträge eignen sich vor allem für Betreiber größerer Flotten, die nicht nur das Service- und Reparaturrisiko, sondern auch den Verwaltungsaufwand verringern wollen und Wert auf höchste Verfügbarkeit legen“, erläutert Lothar Heckert. Der Nutzen sowohl bei Full-Service-Leasing als auch bei Rental liegt in den festen, also kalkulierbaren, monatlichen Belastungen über die gesamte Vertragslaufzeit. Nachteile sind, je nach Vertragsgestaltung, dass bei sinkender jährlicher Nutzung keine oder zu geringe Erstattungen vorgesehen werden. Auch ein Wechsel des Servicepartners ist nicht möglich.
„Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation wird derzeit ganz klar die Gerätemiete favorisiert“, stellt Harald Thum aufgrund seiner Erfahrungen fest. Der Grund liege hauptsächlich darin, dass die Maschinen nicht ins Anlagevermögen gingen und somit die Kreditlinie nicht belasteten. Lothar Heckert empfiehlt Mietkauf als Option für kleinere Unternehmen mit geringer Fahrzeugauslastung, die von vornherein planten, die Geräte am Ende der Laufzeit zu übernehmen.
Besonders für den Erwerb hochwertiger Gebrauchtgeräte empfiehlt Lothar Heckert den Mietkauf als eine interessante Alternative, da die Geräte nach Zahlung aller Raten automatisch ins Unternehmenseigentum übergingen und ebenfalls die Kreditlinie nicht belasteten.
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