Zivil und militärisch ERC-System-Schwerlastdrohne Victor fliegt drei Jahre früher in die Serie

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Wie jetzt bekannt wurde, will das Luftfahrtunternehmen ERC System mit einer Transportdrohne drei Jahre früher als geplant in die Serienproduktion einsteigen ...

ERC System ist ein Start-up, das sich auch der Drohnenentwicklung widmet. Was man hier sieht, ist eine Schwerlastdrohne, die 250 Kilogramm wuppen kann. Vor allem das Militär interessiere sich für das unbemannte Flugsystem, das nun schneller kommen soll, als zunächst geplant ...(Bild:  ERC System)
ERC System ist ein Start-up, das sich auch der Drohnenentwicklung widmet. Was man hier sieht, ist eine Schwerlastdrohne, die 250 Kilogramm wuppen kann. Vor allem das Militär interessiere sich für das unbemannte Flugsystem, das nun schneller kommen soll, als zunächst geplant ...
(Bild: ERC System)

Auf der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin stellt das in Ottobrunn bei München ansässige Unternehmen ERC System einen sowohl für militärische als auch zivile Zwecke nutzbaren unbemannten Flugapparat vor. Er nennt sich Victor und ist eine „Dual use“-Schwerlastdrohne mit Hybridantrieb. Sie kann nämlich 250 Kilogramm tragen und 300 Kilometer weit fliegen. Der erste Victor-Prototyp soll sogar schon in diesem Jahr abheben. Außer militärischen Aufgaben kann das System auch für die Offshore-Logistik und zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Die Serienfertigung plant man nun auch schon für 2028 und nicht erst 2031. Im Auge behalten sollte man aber Folgendes: Bisher sind zwei deutsche Start-ups unter großem medialen Interesse bei der Entwicklung von Elektroflugzeugen in finanzielle Schwierigkeiten geraten, beziehungsweise hatten Insolvenz anmelden müssen. Gemeint sind natürlich Volocopter und Lilium. Volocopter wurde mit stark geschrumpfter Belegschaft von einem chinesischen Käufer übernommen, Lilium ging unter und die Technologie wurde an ein US-Unternehmen verkauft.

Vom Drohnen- und Rüstungs-Boom profitiert auch ERC

ERC System hat aber immerhin den Luft- und Raumfahrtdienstleister IAGB als Investor an Bord und muss daher nicht kontinuierlich neue Geldgeber anwerben. Partner des Drohnenprojekts ist übrigens Northern Helicopter, eine hundertprozentige Tochter der DRF Luftrettung, wie man weiter erfährt. Bisher entwickelte das Start-up einen eigentlich als fliegende Ambulanz gedachten Senkrechtstarter namens Charlie, der 2031 auf den Markt kommen soll. An diesem Projekt sei die Deutsche Luftrettung auch bereits beteiligt. Den unbemannten Prototypen Romeo stellte ERC System erst vor wenigen Monaten vor. Die Entwicklung der neuen Drohne soll nun sowohl schneller ablaufen als auch günstiger sein, wie es weiter heißt. Damit profitiere auch ERC System vom derzeitigen Rüstungs- und Drohnenboom. Der Anstoß für die Neuentwicklung kam nämlich, wie angemerkt wird, aus den Reihen der Streitkräfte, denn diese wollen demnach immer öfter keine bemannten Gefechtssysteme mehr betreiben.

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