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- Bekommt beispielsweise der Disponent eines Produktionslagers angezeigt, dass ein Artikel nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden ist, so muss er außer der Warnung alle Informationen bekommen, die es ihm ermöglichen, schnell zu handeln. So ruft er beispielsweise über ein Drill-Down-Menü weitergehende Informationen auf, die er für eine Bestellung braucht: Dazu gehören die Artikelnummer ebenso wie Angaben, bei welchem Lieferanten und zu welchem Zeitpunkt der Artikel nachbestellt werden kann und ob eine Lagerumbuchung nötig ist.
- Strategische Dashboards, auch Executive Dashboards genannt, helfen bei strategischen Entscheidungen. Sie bieten Führungskräften einen schnellen Überblick über verdichtete Kennzahlen. Die relevanten Informationen werden visualisiert und in Zusammenhang mit Vorgabezielen und Ergebnissen vorausgegangener Messungen gesetzt. Strategische Dashboards basieren auf regelmäßig im System abgerufenen Informationen, erfordern jedoch meist keine Verarbeitung von Echtzeitdaten. Ihre Leistung liegt in der Datenverdichtung.
Analytische Dashboards zeigen Zustände und Abhängigkeiten
- Analytische Dashboards dienen der Analyse von Zuständen und Abhängigkeiten. Sie ermöglichen der Unternehmensleitung einen schnellen Überblick mit Hilfe verdichteter Kennzahlen. Diese Dashboards bergen sowohl für die Analyse als auch die Visualisierung die größten Herausforderungen: Zusammenhänge müssen übersichtlich und dennoch detailliert zur Verfügung stehen.
- Analytische Dashboards dienen beispielsweise dazu, Trends auszumachen oder versteckte Ursachen für Probleme zu analysieren. Ausgefeilte Drill-Down-Optionen müssen eine vertiefte Analyse zulassen. Die große Herausforderung steckt in der Auswahl und Verknüpfung der Informationen, die ausgewertet und verdichtet werden, um sie festgelegten Bereichen zur Verfügung zu stellen.
Wie bei vielen Projekten gilt auch beim Dashboard-Design der Grundsatz „Keep it short and simple“ (siehe Kasten). Im Interesse der Nutzer gilt: Weg von gestalterischen Spielereien und hin zur Übersichtlichkeit. Jede Anwendung, jede Gruppe und jeder Anwender brauchen ihr eigens konzipiertes Dashboard.
Die Verlässlichkeit der Datenquelle als Erfolgsfaktor
Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist die Datenbasis. Wo kommen die Daten her, wie verlässlich sind sie und auf welche Quellen kann zurückgegriffen werden? Dabei können sich die Dashboardlösungen eines ERP-Anbieters, die auf die Originaldaten des Systems zugreifen, als sinnvoller erweisen als die aufgesetzten Anwendungen eines Business-Intelligence-Herstellers, die eine eigene Datenbank nutzen. So können beispielsweise die Anwender der Dashboards der Abas-Business-Software auf mehrere Mandanten zugreifen und so Zahlen aus unterschiedlichen Tochterfirmen vergleichen.
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