Turm schlägt Kragarm

Monolager puffert großformatige Bleche

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Insofern hat die Anzahl der Bleche keinen Einfluss auf die Gesamthöhe einer Kassette, solange die Tafeln nicht über das Profil hinausragen. Beim Einsatz von Systempaletten muss man dagegen die Höhe ihres Profils zu der des Blechstapels hinzurechnen. Also haben Paletten in einem Blechlager, unabhängig von der Beladehöhe, einen weiteren Abstand zueinander als Kassetten, sodass sich in einem Kassettenlager mehr Lagerplätze ergeben.

Festplatzlagerung und manuelle Lagerordnung dominieren im Betrieb

Der Stopa Tower Mono SF von Florigo ist mit 18 Sonderformat-Kassetten ausgestattet. Durch stirnseitig montierte Rollen und in Verbindung mit der geneigten Auflage der Stellplätze gewährleisten die Ladungsträger eine sichere Lagerung. Der Turm, den Stopa für Höhen von bis zu 10 m ausgelegt hat, ist bei Florigo rund 5,6 m hoch, 7,6 m lang und 5,7 m breit. Die höchstzulässige Nutzlast je Kassette beträgt 5000 kg, die durch eine Lichtschranke überwachte Beladehöhe 90 mm.

In beiden Türmen liegen rostfreie Stähle mit gebürsteter Oberfläche in einer Dicke bis zu 4 mm und normaler Stahl bis zu 5 mm Dicke sowie maximal 3 mm starke Aluminiumtafeln. Das Unternehmen arbeitet mit Festplatzlagerung und einer manuellen Lagerordnung, ohne die Mengen zu erfassen.

Brückenkran zum Ein- und Auslagern der Bleche mit mehr als 2,5 m Länge

Gerade transportiert ein von Hand gesteuerter Brückenkran mithilfe eines Vakuumsauggreifers ein 6 m langes Blech zum Stopa Tower Mono SF und setzt die Tafel in der vorgelagerten Kassette ab. Floor Goes: „Den Kran verwenden wir beim Ein- und Auslagern von Blechen, die über 2,5 m lang sind, sowie für Transporte aus dem Wareneingang zu den Türmen und von dort zu den Bearbeitungsmaschinen. Für kleinere Formate, die jeweils durch zwei Bediener ein- und ausgelagert werden, sind verfahrbare Plattentische vorhanden.“

Manuell übergibt Florigo die Bleche nur am Sonderformat-Lagerturm, an dem der Betreiber auf ein Einlagerpodest mit Ablagestempeln verzichtet. Bevor ein Stapler ein Blechpaket anliefert, stellt man Metallböcke unter die sehr stabile und robuste Zweimast-Lasttraverse, die mit einer wartungsarmen Zieh- und Schiebeeinrichtung ausgerüstet ist und beim Heben eine Geschwindigkeit von bis zu zwölf, bei der Gabelfahrt von sechs Meter in der Minute erreicht.

Mitarbeiter müssen längere Blechtafeln im Sonderformat-Lagerturm einzeln stapeln

Dann senkt die Traverse eine Kassette ab, bis die Oberkanten der Böcke über den Querträgern der Kassette liegen. Hat der Stapler die Tafeln abgelegt, hebt die Traverse die Kassette samt Blechpaket von den Böcken. Längere Pakete hält der Stapler direkt vor der Lasttraverse in eine ergonomische Höhe. Zwei Mitarbeiter nehmen die Tafeln einzeln auf und stapeln sie in die Kassette.

Am Stopa Tower Mono XF werden dagegen ganze Gebinde auf einem Einlagerpodest abgesetzt, das über Ablagestempel in fixer Höhe verfügt. Die Lasttraverse des Turms, die zuvor eine Systempalette mit ihren Längsträgern zwischen den Stempeln abgesenkt hat, hebt den Blechstapel an. Der Turm ist etwa 5,5 m hoch und lang sowie 5,1 m breit. Auf jede seiner 19 Flachpaletten lässt sich Nutzlast im Gewicht von 3000 kg legen.

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