Suchen

Logistikrouten Panama 2.0 – Chinesen sollen zweiten Kanal bauen

| Redakteur: Robert Weber

Das arme mittelamerikanische Land Nicaragua will Logistikdrehscheibe werden. Präsident Ortega plant einen Nicaragua-Kanal, der Atlantik und Pazifik miteinander verbinden soll. Im Mai 2014 sollen die Arbeiten starten. Chinesische Unternehmen sollen das Milliarden-Projekt finanzieren.

Nicaragua liegt zwischen Atlantik und Pazifik. Ein 200 km langer Kanal soll die Ozeane verbinden. Umweltschützer sorgen sich um den großen See.
Nicaragua liegt zwischen Atlantik und Pazifik. Ein 200 km langer Kanal soll die Ozeane verbinden. Umweltschützer sorgen sich um den großen See.
(Bild: Alexrk2 unter GNU-Lizen CC BY-SA 3.0, wikimedia)

Mehrere Medien berichten über das Vorhaben, das auch als Konkurrenz zum benachbarten Panama-Kanal gesehen wird. Die Wasserstraße soll 200 km lang sein und die Kosten beziffern die Verantwortlichen auf 40 Mrd. US-Dollar. Die Regierung von Nicaragua hat chinesische Unternehmen mit der Planung und dem Bau beauftragt und auch der Betrieb des Kanals soll von Chinesen erfolgen, wird gemunkelt. Offizielles dazu gibt es aber nicht. Eine Machbarkeitsstudie steht zwar noch nicht, berichtet „Spiegel Online“, aber die Verantwortlichen geben sich trotzdem optimistisch, denn der Welthandel wachse kontinuierlich und Nicaraguas großer Reichtum sei die geografische Lage des Landes, heißt es bei den Regierenden, die auch Flughäfen und Eisenbahnlinien errichten wollen, schreibt „Spiegel Online“. Kritik an dem Projekt kommt unter anderem von Umweltschützern, die einen wichtigen Süßwassersee in Gefahr sehen. Auch Logistiker sind skeptisch, ob die Handelsroute in Zukunft von so großer Bedeutung sein wird. Einige Experten setzen mitterweile schon auf eine eisfreie arktische Route, zwischen den Meeren.

(ID:40068500)