Kommissioniertechnik

Phoenix Contact hat es richtig eilig

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Wer seine Ware in Deutschland und den Nachbarländern bis 16 Uhr bestellt, bekommt diese in der Regel schon am nächsten Tag geliefert. Für andere europäische Länder beziehungsweise weltweit gelten 48 oder 72 Stunden – je nach zu überbrückender Transportstrecke. In dringenden Notfällen ist auch eine Same-Day-Delivery möglich. Lieferzyklen dieser Art kommen im Tagesgeschäft von Phoenix Contact jedoch in der Regel nur selten vor.

AKL – hohe Verfügbarkeit aufgrund Modularität

Bereits seit vielen Jahren arbeiten Phoenix Contact und der Generalunternehmer Witron erfolgreich zusammen. So wurde 2001 durch Witron ein automatisches Behälterlager realisiert, welches in verschiedenen Baustufen erweitert wurde. In der nun umgesetzten Vergrößerung wurde das automatische Behälterlager auf eine Gesamtkapazität von Stellplätzen in sechsstelliger Höhe erweitert. Ebenso wurden fünf zusätzliche ergonomische Kommissionierplätze mit Pick-Pack-Funktionalität sowie eine hochmoderne Kartonverpackungslinie integriert. „Mit dieser Erweiterung haben wir die Gesamtanlage in zwei exakt gleiche Teile gesplittet“, erklärt Witron-Projektleiter und Geschäftsleitungsmitglied Josef Gallersdörfer den Clou des Umbaus. „Diese Redundanz bringt einen enormen Vorteil bezogen auf die Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit der Anlage.“

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Die Logistikanlage bei Phoenix Contact ist nun so konzipiert, dass nach der Erweiterung zwei parallele, redundante Module entstanden sind. Bei der Einlagerung im Wareneingang entscheidet das System nach zuvor definierten Kriterien selbstständig, welchem der beiden Lagerbereiche die ankommende Ware zugeteilt wird. Auf diese Weise kann der Füllgrad gesteuert und eine permanent hohe Verfügbarkeit der Anlage gewährleistet werden. „Diese Redundanz betrifft die Fördertechnik genauso wie die Versandlinie, die Palettierung oder den Bereich der Verpackung“, so Gallersdörfer. „Die eingebaute Backup-Funktionalität ermöglicht es Phoenix Contact, auch im Fall externer Störungen, Wartungen oder Instandhaltungen sowie ungeplanter Mengenschwankungen seinen Kunden zu jedem Zeitpunkt den versprochenen Lieferservice und Termintreue einzuhalten.“

Innovative Pick-Pack-Arbeitsplätze

Das in Blomberg eingesetzte Order Picking System (OPS) von Witron ermöglicht die Lagerung und Kommissionierung eines sehr breiten Artikelspektrums in einem System – wie man es aus der Teiledistribution und dem E-Commerce kennt. Die Lösung ist eine Integration von automatischem Kleinteilelager und vorgelagerten Kommissionierplätzen, welche durch Sequenzpuffer von der Geschwindigkeit der Regalbediengeräte weitestgehend entkoppelt sind. Dies ermöglicht höchste Flexibilität und Individualität bei sämtlichen Arbeitsprozessen. Die Artikel werden im OPS an den Arbeitsplätzen nach dem Ware-zum-Mann-Prinzip auftragsbezogen und sequenziell bereitgestellt.

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