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Logistikzentrum Schwaben-Autos statt Scheuermilch – erste Schlecker-Lager verkauft

| Redakteur: Robert Weber

Gestern sorgte die Schlecker-Familie für Aufsehen. Es ging um mehr als 10 Mio. Euro und die Anerkennungen der Anfechtungen. Doch auch für die Logistikwirtschaft hielt Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz eine Überraschung parat: Die ersten Logistikzentren sind verkauft.

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(Bild: WIKImaniac unter CC BY-SA 3.0-Lizenz, wikimedia)

Für die Grundstücke und Immobilien im niedersächsischen Melle sowie im baden-württembergischen Empfingen wurden je ein regionales Unternehmen als Käufer gewonnen. Die Pressestelle des Insolvenzberaters bestätigte MM Logistik, dass in Empfingen der Logistikdienstleister Alfred Schuon GmbH der Käufer ist. Das Unternehmen will nach Informationen der „Südwest-Presse“ die Bandversorgung für einen schwäbischen Autobauer aus dem ehemaligen Schlecker-Lager steuern. Fünf bis zehn Transportfahrten pro Tag sollen zu Beginn durchgeführt werden, heißt es. Das Lager werde momentan an die Bedürfnisse des Dienstleisters angepasst, schreibt die Zeitung.

Unbekannter Käufer aus Niedersachsen

Das Logistikzentrum im niedersächsischen Melle geht nach Informationen des Schlecker-Insolvenzverwalters nicht an einen Logistikdienstleister. Ein Sprecher wollte gegenüber dieser Redaktion jedoch keine weiteren Angaben zu dem Käufer machen.

Zwölf weitere regionale Logistikimmobilien im Bundesgebiet sowie das Gebäude der Konzernzentrale und das Schlecker-Logistikzentrum im schwäbischen Ehingen stehen noch zum Verkauf. Der Lagerkomplex in Ehingen ist die größte Logistikimmobilie, denn auf dem Gelände waren das Europalager, das Home-Shopping-Lager und das Zentrallager untergebracht. Geiwitz äußerte sich zuversichtlich, schon in Kürze weitere Kaufverträge zum Abschluss bringen zu können.

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