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Kommissioniertechnik

Schweizer Edelstahl kommt auf automatisierter Basis

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LVS-geführt werden die Auftragswaren auf die Warenausgangslinien übergeben. Der erste Behälter einer Linie wird durch den Bediener gescannt und somit sicher identifiziert. Die Entnahme der Waren wird am Anzeigemodul quittiert und der Behälter kann abgenommen werden. Im Warenausgang entstandene Leerbehälter werden auf der Einlagerungsstrecke abgesetzt und Richtung Leerbehälterpuffer gefördert.

Für alle Eventualitäten gerüstet

Über das LVS werden alle Aufträge und Logistikprozesse inklusive Chargenverwaltung und interner Transporte bis zur Verladekontrolle gesteuert. Der angebundene Materialflussrechner (MFR) ist über die regulären Funktionalitäten hinaus mit einem Energie-Management-System für die im HRL und AKL verfahrenen RBG angereichert worden. So wird zum Beispiel überschüssige Bremsenergie über eine Zwischenkreiskopplung in die anderen Fahrachsen übertragen.

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Aufträge der Regalbediengeräte regeln deren Fahrdynamik

Um Stromspitzen zu vermeiden, fahren die RBG versetzt an und die Fahrdynamik ist auftragsabhängig organisiert. Der Energieverbrauch der RBG sowie die Anzahl an Fahrten werden zudem kontinuierlich gemessen und analysiert, sodass eine verbesserte Arbeitsaufteilung nach Stromtarifen möglich ist. Integriert im MFR ist auch eine 2D-Anlagenvisualisierung, über die das aktuelle Verhalten der Gesamtanlage vom Leitstand aus jederzeit in Echtzeit abrufbar ist. Etwaige Störungen werden umgehend lokalisiert und dem Leitstand angezeigt, sodass die Mitarbeiter schnellstmöglich eingreifen und den reibungslosen Betrieb wiederherstellen können. Das Thema Visualisierung stand allerdings schon früh auf der Agenda. Durch eine Simulation der Gesamtanlage mit realen Aufträgen zu Spitzenzeiten konnten die Dimensionierung und das Layout vorab genau verifiziert werden.

Benno Kündig zeigt sich zufrieden mit dieser nun umgesetzten Lösung. Es sei gelungen, maximale Leistung auf vergleichsweise kleiner Fläche zu erzielen und dabei gleichzeitig die Lagerkapazität inklusive Reserven zu vergrößern. Dies seien schließlich definierte Kernziele des von der Hans Kohler AG initiierten Projekts Gizela. Über das Fittinglager in Dietikon werden schon jetzt täglich bis zu 1200 Positionen gerüstet und etwa 50.000 Pakete pro Jahr auf den Weg zum Kunden gebracht. MM

* Thierry Briswalter ist Projektleiter bei der Stöcklin Logistik AG in 4143 Dornach (Schweiz), Tel. (00 41-61) 7 05 81 11, thierry.briswalter@stoecklin.com

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