Werksstrukturplanung Sichere Versorgung der Kaffeemaschinen-Montage mit SAP-SCE-Standardsoftware

Autor / Redakteur: Markus Wenning / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Kostenersparnis und maximale Flexibilität durch den Verzicht auf proprietäre Lagerverwaltung und Materialfluss-Steuerung sowie der Einsatz von SAP-SCE-Standardsoftware standen im Mittelpunkt des Projektes „Wertstromoptimierte Werksstrukturplanung Kaffeemaschinen“ zur effizienten Versorgung einer Montage von Kaffeemaschinen.

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Seit Jahresbeginn versorgt bei der WMF AG, weltweit führender Hersteller von Erzeugnissen für Tisch und Küche, ein automatisches Kleinteilelager (AKL) die Kaffeemaschinenmontage. Die Anforderung, das zweigassige AKL ohne Schnittstellen in das Enterprise-Resource-Planning-System von SAP zu integrieren, löste WMF mit Unterstützung des SAP-Logistik-Projekthauses IGZ Logistics + IT, zertifizierter Special-Expertise-Partner SCM der SAP AG, Walldorf.

Zur Lagerverwaltung setzt WMF das SAP-Lagerverwaltungssystem LES (Logistics Execution System) und zur Steuerung die integrierte SAP-Materialflusssteuerung TRM (Task and Resource Management) ein. Durch den zentralen Integrationsansatz wurde auf die bei Non-SAP-Lösungen notwendigen zusätzlichen Rechnerebenen verzichtet und eine durchgängige und schlanke SAP-IT-Lösung geschaffen.

Produktion und Logistik nach Werkstromkriterien neu ausgerichtet

Ziel des nun weitgehend abgeschlossenen Projekts „Wertstromoptimierte Werksstrukturplanung Kaffeemaschinen“ war es, die gesamte Produktion inklusive der zugehörigen Logistik nach Werkstromkriterien neu auszurichten. Im Teilelager sollten bislang manuelle Prozesse effizienter abgebildet werden. Bezogen auf die Kaffeemaschinen-Fertigung bedeutete dies, das Kommissionierprinzip „Ware zum Mann“ zu nutzen und dadurch weitere Rationalisierungseffekte zu erreichen. Weiterhin sollte und wurde die Bestandsqualität erhöht. Dabei zeichnete Christian Gebhart seitens der WMF-IT verantwortlich für die reibungslose Projektumsetzung.

Erreicht wurden diese Ziele in Form eines automatischen Kleinteilelagers (Bild 1), das abhängig von der in SAP LES hinterlegten Belegungskonfiguration Platz für bis zu 34 200 Behälter auf Tablaren bietet. Dem zweigassigen Lagerblock sind je zwei Ware-zum-Mann-Kommissionier- und Einlagerplätze (Bild 3) sowie ein Klärplatz (Bild 2) vorgeschaltet. Aufgrund der vierfachtiefen Lagerung verfügen die beiden Regalbediengeräte (RBG) über jeweils ein Vierfach-Lastaufnahmemittel.

SAP-Handling-Unit-Management macht Tablarbelegung transparent

Auf einem Tablar können sich wiederum vier Artikel befinden. Die damit verbundenen anspruchsvollen Materialfluss-Strategien sind vollständig in SAP LES/TRM abgebildet. Durch Einsatz des SAP-Handling-Unit-Managements ist die flexible Tablarbelegung jederzeit in SAP LES transparent.

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