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Produktstammdaten

Stammdatenmanagement muss von oben kommen

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Ein Unternehmen betreibt heute in der Regel mehrere IT-Systeme: ein ERP-System, CRM-System, oft noch ein MES. Wie arbeiten ERP-System und Stammdatenmanagement zusammen?

Bühler: ERP und Master Data Management – beide Systeme haben ihre Daseinsberechtigung. ERP wird leider oft als MDM-System missbraucht. Nehmen wir als Beispiel einen Online-Shop. Ein Online-Auftritt lebt von Datenströmen aus dem ERP- und aus dem MDM-System. Relevante Geschäftsdaten wie Katalogpreise, kundenspezifische Preise, Artikelverfügbarkeit, Artikelbeschreibung – all diese dynamischen Daten kommen üblicherweise aus dem ERP-System. Die anderen Produktstammdaten und die Marketingdaten, die wir brauchen, um uns vom Konkurrenten abzusetzen, kommen aus dem MDM-System. Auch die Übersetzungen, Cross-sell-, Up-sell-Informationen liefert das MDM-System, inklusiver aller Media Assets. Diese beiden Datenströme „füttern“ den Webshop. Geht es dann schließlich um das Fulfillment, kommen noch weitere Daten hinzu, etwa Kundendaten aus dem CRM-System.

Wie lassen sich Stammdaten unternehmensübergreifend austauschen – etwa zwischen Hersteller und Händler oder Hersteller und Zulieferer? Welche Standards sind dazu erforderlich und welche Schnittstellen?

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Bühler: Bei der Nutzung von Step ist ein solcher Datenaustausch kein Problem. Wir haben Lieferanten, Hersteller und Händler, die alle Step einsetzen. Für die Information Supply Chain stellt das einen enormen Vorteil dar. Natürlich hat Step auch ein Exportmanagement über Excel und CSV. Es gibt nun einmal kleine Hersteller, die ihre Daten nicht in XML liefern können, die lieber das Telefon in die Hand nehmen oder eine E-Mail an den Großhändler schicken, der dann die Daten quasi händisch übernehmen muss. Eine weitere Möglichkeiten für den Datenaustausch ist das sogenannte Global Data Synchronisation Network. Hier werden Daten vollautomatisch synchronisiert, ohne dass die jeweiligen Geschäftspartner viele bilaterale Punkt-zu-Punkt-Beziehungen aufbauen müssen.

Für welche Unternehmen ist GDSN interessant?

Bühler: Ich würde sagen, GDSN wird umso interessanter, je größer das Produktportfolio eines Unternehmens ist, je Lieferanten es hat und je schneller es mit aktuellen Produktdaten am Markt sein muss. Die wesentliche Ersparnis ergibt sich daraus, dass die eben erwähnten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen vermieden werden können, die allen Partnern in der Supply Chain eine Menge Geld kosten

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