Produktstammdaten

Stammdatenmanagement muss von oben kommen

07.09.2010 | Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Jürgen Schreier

Je größer die Anzahl der hergestellten oder vertriebenen Produkte, umso größer die Menge der Stammdaten, die gepflegt werden müssen. Ein zentrales Stammdatenmanagement reduziert den Pflegeaufwand erhebt. Bild: MM-Archiv
Je größer die Anzahl der hergestellten oder vertriebenen Produkte, umso größer die Menge der Stammdaten, die gepflegt werden müssen. Ein zentrales Stammdatenmanagement reduziert den Pflegeaufwand erhebt. Bild: MM-Archiv

Produktstammdaten werden meist in unterschiedlichsten „Datensilos“ vorgehalten. Der Pflege- und Validierungsaufwand ist enorm. Martin Bühler, Senior Manager Produkt- und Stammdaten Management bei Stibo Systems, verrät die Vorteile eines zentralen Produktstammdaten-Managements.

Schluss mit dem Datenchaos im Unternehmen, lautete das sinngemäß Motto des 1. Würzburger E-Class-Tages im Herbst vergangenen Jahres. Herr Bühler, ist dieses „Stammdatenchaos“ wirklich so schlimm, wie das Kongressmotto suggeriert?

Bühler: Ich glaube nicht, dass grundsätzlich ein Datenchaos in den Unternehmen existiert. Das Management der Stammdaten ist meist historisch gewachsen. So hat jede Business-Applikation ihr eigenes Datenziel, jede Domain wird von einem anderen Team verwaltet. Um eine einzelne Business-Applikation zu unterstützen, mag das durchaus funktionieren, ja sogar effizient sein. Nur wenn man sich ein Unternehmen in seiner Gesamtheit anschaut, stellt sich die entscheidende Frage: Kann man tatsächlich effektiv am Markt agieren, wenn die Produktstammdaten dermaßen verstreut und unterschiedlich validiert im Unternehmen vorliegen?

Die Problematik eines zentralen Stammdatenmanagements wird schon lange diskutiert. Warum aber trauen sich die Unternehmen nur sehr zögerlich an dieses Thema heran?

Bühler: Stammdatenmanagement, genauer Produktdatenmanagement ist ein sehr komplexes, aber auch wichtiges Thema. Das haben die Unternehmen erkannt. Dass sich in der Praxis so wenig tut, hat mehrere Gründe. Oft ist das Produktstammdaten-Management in der IT angesiedelt. Das heißt, das Stammdatenmanagement hat einen eher technischen Hintergrund. Stammdatenmanagement, Master Data Management (MDM), ist aber Chefsache. Stammdatenmanagement muss, um es einmal drastisch zu formulieren, vom Top-Management diktiert werden. Geschieht das nicht, gibt es dafür keinen Sponsor, dann stellen sich auch keine Erfolge ein. Darüber hinaus haben viele Unternehmen keine geeignete technische Plattform, die das eigentliche Stammdatenmanagement mit „Data Governance“ verbindet, also mit klar definierten Rollenverantwortlichkeiten. Mit unserer MDM-Lösung Step ist das möglich.

 

Datensynchronisation leicht gemacht

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