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Wenn alle nötigen Zahlen im System erfasst sind, bestellt QSL den gesamten Ultrafrische-Bedarf und die Buns – so heißen die Hamburger-Brötchen in der Fachsprache – stückgenau bei den Lieferanten. Für den kompletten Bedarf aller Burger-King-Restaurants steht ein weltweiter Pool von über 70 Lieferanten zur Verfügung. Zu Testzwecken oder für Sonderaktionen – wie etwa texanisch-mexikanische Wochen, bei denen besondere Speisen angeboten werden – kommt zeitweilig noch eine Reihe weiterer Anbieter hinzu.
Bestandslager erhalten Infos über Bestellmengen und Lieferrestriktionen
Nach dem Eingang der Bestellungen werden die Mitarbeiter in den fünf Bestandslagern in Wildau, Essen, Bamberg, Heppenheim und Bukarest über Bestellmengen und Lieferrestriktionen informiert (etwa ob ein Restaurant die Ware auf Paletten, Rollcontainern oder Dollies erhält). Per Pick-by-Voice oder – dort, wo diese Technik noch nicht eingesetzt werden kann – mit Kommissionierscheinen ausgerüstet, stellen die Mitarbeiter dann die jeweilige Warenlieferung zusammen.
Das erfolgt getrennt nach den drei Temperaturbereichen Tiefkühl, Frische und Trockenware. Anschließend wird die Ware in die entsprechende Zone der Mehrkammer-Distributionsfahrzeuge oder auf die Shuttle-Transporte zu einer der beiden Cross-Docking-Stationen in Hamburg und Laichingen bei Ulm verladen. Ultrafrische-Produkte und Buns werden direkt vom Lieferanten zur Kommissionierung in die Bestandslager oder Cross-Docks geliefert.
Für den gesamten Versorgungsprozess kann QSL eine Infrastruktur nutzen, die es ermöglicht, besonders flexibel auf Kundenwünsche einzugehen. Als Schwestergesellschaft der Ludwig Meyer GmbH & Co. KG, die den europäischen Lebensmitteleinzelhandel mit Kühl- und Frischeartikeln versorgt, stehen ihr neben fünf Bestands- und zwei Umschlaglagern auch rund 60 der 1000 firmeneigenen Lkw zur Verfügung, die sie dann für Burger King einsetzt. Und wenn der Bedarf vorübergehend wächst, kann diese Flotte noch flexibel erweitert werden.
Mehrkammer-System-Fahrzeug für optimale Routenplanung
Derart ausgerüstet, bewegt QSL allein in Deutschland jede Woche rund 2100 t Ware für die Fast-Food-Kette. Durch die Ausstattung der Fahrzeuge mit Mehrkammer-Systemen genügt dabei ein Lieferfahrzeug pro Abladestelle, um das gesamte Warensortiment anzuliefern. Damit können Lieferungen so konsolidiert und Volumina so gebündelt werden, dass optimale Routen entstehen. Für Burger King bedeutet das einen deutlichen Effizienzgewinn.
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