Frischeversorgung Supply-Chain-Lösung für die Systemgastronomie

Autor / Redakteur: Matthias Strehl / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Meyer Quick Service Logistics (QSL) hat für Burger King und andere Kunden aus der Systemgastronomie einen eigenen Versorgungsprozess entwickelt. Alleine in Deutschland bewegt QSL wöchentlich etwa 2100 t Ware für die Fast-Food-Kette.

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Bei der SCM-Lösung für Burger King werden Ultrafrische-Produkte und Hamburger-Brötchen direkt vom Lieferanten zur Kommissionierung in die Bestandslager oder Cross-Docks gefahren.
Bei der SCM-Lösung für Burger King werden Ultrafrische-Produkte und Hamburger-Brötchen direkt vom Lieferanten zur Kommissionierung in die Bestandslager oder Cross-Docks gefahren.
( Archiv: Vogel Business Media )

Für die Frischeversorgung von Restaurants aus dem Bereich der Systemgastronomie gibt es eine Reihe spezieller Anforderungen. Zum einen müssen alle Produkte jederzeit in gleichbleibender Qualität in allen Restaurants der eigenen Kette verfügbar sein. Zum anderen müssen ständig wechselnde Promotion-Aktionen, Wareneinkauf und die Lieferung an die jeweiligen Restaurants aufeinander abgestimmt werden.

Damit das gelingt, hat Meyer Quick Service Logistics (QSL) für die Fast-Food-Kette Burger King und andere Kunden aus der Systemgastronomie einen eigenen Versorgungsprozess entwickelt, der die gesamte Supply Chain umfasst.

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Los geht es mit der Bestellung. Dafür sind die rund 700 Burger- King-Restaurants in Deutschland, der Schweiz und in Osteuropa an das IT-System von QSL angeschlossen. In der Firmenzentrale im hessischen Friedrichsdorf laufen so rund 98% aller Bestellungen elektronisch ein.

Welche Produkte benötigt werden, wird durch die Kassensysteme in der Mehrzahl der Burger-King-Restaurants festgestellt. Diese registrieren den täglichen Abverkauf, erstellen auf dieser Basis eine Vorschau der Lagerbestände und übermitteln automatisch den Bestellbedarf an QSL.

Keine Übermittlungsfehler dank Plausibilitätsprüfung

Wo die technischen Möglichkeiten hierfür nicht bestehen, wird die Bestellung per Faxformular durchgegeben. Bei Schwierigkeiten helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Helpdesks, die an sechs Tagen in der Woche von 8 bis 18 Uhr für die Restaurants da sind. Außerdem kontrollieren sie über das IT-System die Warenströme und überprüfen alle eingehenden Bestellungen auf Plausibilität.

So kann vermieden werden, dass etwa durch einen Übermittlungsfehler plötzlich die zehnfache Menge des Getränkebedarfs an ein Burger-King-Restaurant ausgeliefert wird. Täglich werden aus Friedrichsdorf die Bestellmengen der rund 700 Restaurants an die Lagerstandorte übertragen. Beliefert werden die einzelnen Restaurants dann bis zu fünfmal in der Woche, in Abhängigkeit von der Touren- und Routenplanung.

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