Gezinkte Währung Bei fairem Yuan könnte Deutschland Milliarden sparen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Die von Peking künstlich niedrig gehaltene chinesische Währung Yuan kostet die deutsche Wirtschaft Jahr für Jahr Wachstum im Milliardenbereich ...

Der chinesische Yuan ist eigentlich mehr wert als es die Regierung in Peking bewertungsmäßig zulässt! Diese künstliche Abwertung kostet Deutschland Milliarden. Ein fairer Kurs sei laut Experten deshalb nötig. Und auch China könne davon mehr profitieren als darunter leiden ...(Bild:  Cinbi-Yuan)
Der chinesische Yuan ist eigentlich mehr wert als es die Regierung in Peking bewertungsmäßig zulässt! Diese künstliche Abwertung kostet Deutschland Milliarden. Ein fairer Kurs sei laut Experten deshalb nötig. Und auch China könne davon mehr profitieren als darunter leiden ...
(Bild: Cinbi-Yuan)

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte in Deutschland bei einer fairen Bewertung des Yuan im Jahr 2028 um bis zu 0,3 Prozent höher ausfallen, heißt es von Experten. Denn das ergab eine vom Auswärtigen Amt geförderte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Über die Jahre 2026 bis 2028 summiert sich der Betrag laut IW auf rund 43 Milliarden Euro. Für die Simulation wurde der Yuan demnach um 40 Prozent aufgewertet. Nach Einschätzung von Experten entspricht das in etwa einer fairen Bewertung der chinesischen Währung. Doch Peking ließe keinen freien Wechselkurs zu, sondern betreibe ein staatlich gesteuertes Währungsmanagement. Das ist zumindest das Urteil das Instituts. Und diese gezielte Unterbewertung verbilligt automatisch chinesische Exporte, was Importe im Gegenzug teurer macht. Man spiele quasi mit gezinkter Währung.

Für den freien Handel ist Chinas Währungsmanagement Gift

Auch deshalb seien deutsche Ausfuhren nach China im Wert deutlich gesunken und Einfuhren chinesischer Güter massiv gestiegen. Das Handelsbilanzdefizit mit China sei deshalb 2025 auf rund 90 Milliarden Euro angewachsen. Eine faire Bewertung des Yuan würde nach Einschätzung des IW China sogar helfen, seine exportlastige Wirtschaft besser auszubalancieren. Zwar würde das chinesische BIP kurzfristig einbrechen, doch laut der Simulation kommt es schnell zu einer Gegenbewegung durch einen Anstieg der inländischen Nachfrage. Weil Ausfuhren unattraktiver werden, verbleiben also mehr Waren auf dem heimischen Markt, was die Preise sinken lässt. Der Anstieg der Binnennachfrage könne den verminderten Exportüberschuss nach wenigen Jahren weitgehend ausgleichen, betont das IW. Bis 2028 erreiche Chinas Wirtschaft somit fast wieder das Niveau des Ausgangsszenarios mit unterbewerteter Währung.

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