Just-in-Sequence-Logistik

Taktgenaue Stahlversorgung für die Produktion

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Hinzu kam, so beschreibt Heiko Sonntag, Supply Chain Analyst bei Terex in Zweibrücken, die Situation, dass die Führung eines Fremdlagers nicht zu den eigentlichen Geschäftskompetenzen bei den Anarbeitern zählt. Dadurch kam es zu Unübersichtlichkeiten in der Bestandsführung, was mit viel Aufwand bei der Fehlersuche verbunden war. Außerdem wirkte sich die Lager-Zersplitterung sehr belastend bei der Material-Mehrfachverwendung aus.

Gesamtes Lagerwesen für die Stahlbleche umstrukturiert

Besonders dann, wenn bei einem Anarbeiter bestimmtes Material benötigt wurde, das jedoch in einem anderen Betrieb lagerte und erst von dort angeliefert werden musste. Solche Umschichtungen waren für Terex immer mit zusätzlichen Transportkosten verbunden. Deshalb entschloss sich der Mobilkranhersteller zu einer Umstrukturierung des gesamten Lagerwesens für die Stahlbleche.

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Für die bessere Vorratsbewirtschaftung und effizientere Prozessgestaltung in der Supply Chain wurden die Außenlager bei den Anarbeitern aufgelöst und das Material in einem zentralen Stahllager bei der Kerkemeier Logistik GmbH in Hattingen zusammengefasst. Von dort bekommt Terex jeden Sonntagmittag um 12 Uhr eine automatisch generierte Bestandsmeldung aus dem Kerkemeier-System, was einem permanenten Inventurstatus gleichkommt. Zusätzlich verfügt das Lagerverwaltungssystem über eine integrierte Alarmfunktion, die bei einer Unterschreitung des Minimalbestands der einzelnen Blechtypen anschlägt. Durch diese präventiven Maßnahmen kann Terex besser planen.

Abläufe im Terex-Zentrallager bei Kerkemeier funktionieren fehlerlos

Unstimmigkeiten in der Lagerverwaltung sind Vergangenheit, da die sonntäglich gemeldeten Vorräte einen Tag später bei Terex mit den Bestandsbuchungen abgeglichen werden. Die Abläufe im Terex-Zentrallager bei Kerkemeier funktionieren fehlerlos. In der jetzt über ein Jahr währenden Zusammenarbeit mit dem Logistik-Dienstleister Kerkemeier hat Terex bei einem Jahresumschlag von rund 6000 t gerade einmal eine Differenz von einer Tafel — ein sehr gutes Ergebnis.

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