Suchen

Ergonomie

Technik löst Probleme alternder Belegschaften

Seite: 3/4

Mit Aktiv-Net ganz vorne dabei im Gesundheitsmanagement

„Otto – find‘ ich gut“. Ein Werbeslogan, der für die Produkte wie für die Arbeitsbedingungen beim größten deutschen Katalogversender gleichermaßen stehen kann. Die Hamburger beschäftigen sich seit Langem damit, wie sich die Leistungspotenziale des „Risikofaktors Mensch“ in der Technologie aktivieren lassen.

Für Simone Neumann, Leiterin technische Beratung und Arbeitssicherheit bei Otto, besteht die Arbeitswelt aus den Komplexen Mensch, Organisation und Technologie. „Die Frage ist deshalb: Ist der Mensch ein Risikofaktor in der Technologie?“, so Neumann. „Und wie können wir einzelne Leistungspotenziale aktivieren, um den Menschen lange genug im Arbeitsfeld zu erhalten?“ Neumanns Arbeitsbereich thematisiert im Wesentlichen die Identifizierung der technischen Risiken der Maschinen und Anlagen sowie der Verknüpfung der Fördertechnik, die bei Otto zum Einsatz kommt.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 6 Bildern

Modern ausgerichtete Unternehmen müssten sich permanent neuen Herausforderungen stellen, die von außen kommen. Das mache auch nicht Halt vor Logistikzentren mit ihren automatischen Hochregallagern und den eingesetzten Staplern jeglicher Art. Aber auch das Wissen verändere sich: Ingenieure müssten ständig neue Anlagen und Technologien planen. Letztendlich müssten die Arbeitswissenschaftler diesen Prozess permanent angleichen an die Maßgaben, die aus Arbeitsschutz- und Gesundheitsgründen erforderlich sind.

Otto kombiniert Arbeitsmedizin, Sozialberatung, Gesundheitsförderung und technische Beratung

Mit seinem Aktiv-Net ist Otto bei seinem Gesundheitsmanagement schon relativ weit vorangekommen. Die ganzen Fachbereiche sind miteinander gekoppelt: ein Netzwerk aus Arbeitsmedizin, Sozialberatung, Gesundheitsförderung sowie Neumanns Bereich, technischer Beratung und Arbeitssicherheit. Innovation, Prävention und physische und psychische Gesundheit sind ganz große Themen bei Otto. „Alles das zusammen als ein Paket ist für uns die Leistungsfähigkeit. Und diese einzelnen Tools können die Bereiche frei auswählen“, so Neumann.

Wie man in der Automobilindustrie mit dem angeblichen Widerspruch aus Effizienz und Demografie umgeht, ohne dem „Hire-and-fire“-Modell zu verfallen, davon weiß Maximilian Hauk zu berichten. Der ehemalige Leiter der Gelenkwellenfertigung bei BMW in Landshut wurde bei einem Treffen mit amerikanischen Medienvertretern mit dem Denkanstoß konfrontiert, die Älteren „einfach rauszuschmeißen“ – es gebe ja genügend junge Mexikaner.

(ID:30544290)