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Transportcontainer europaweit per RFID-Technik managen

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Für Identifikation und Fälschungsschutz sind sogenannte RFID-Schlösser an den Containern angebracht, deren Demontage automatisch zur Zerstörung führt. Sie sind mit einem komplexen Kryptografie-Algorithmus gesichert.

Krypto-Software wird als „Black Box“ an die RFID-Reader-Anbieter geliefert

Die Krypto-Software wird als „Black Box“ von IBM an die RFID-Reader-Anbieter geliefert und in den Readern installiert. Sie verarbeitet die eindeutige Seriennummer (UID: Unique Identification Number), den EPC (Electronic Product Code) und den freien Speicherbereich der RFID-Tags. Die Krypto-Software muss regelmäßig per Internet aktualisiert werden, um ihre Informationen zum Fälschungsschutz dem neuesten Stand anzupassen.

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Die hier eingesetzten RFID-Tags sind passiver Natur, das heißt, sie werden durch die RFID-Reader aktiviert und geben dann ihre Informationen ab. Für komplexere Transporthilfsmittel, zum Beispiel für das auf der Abbildung gezeigte Gestell des Maybach-Motors, werden auch aktive RFID-Transponder verwendet, die eigenständig Signale aussenden können. Das ist oft in metallischen Umgebungen wie bei der Produktion solcher Motoren zielführend.

Erfolg für alle Geschäftspartner

Die Kosten für die RFID-Schlösser werden sich für Container Centralen in kurzer Zeit amortisieren, auch weil bisherige Vertragsstrafen entfallen. Folglich hat CC mitgeteilt, dass der Nutzungspreis der Container vom kommenden Jahr an um 50 Eurocent gesenkt wird.

Damit geben sie einen Teil des Ertrages weiter an ihre Kunden. Der Einsatz der RFID-Reader bei den Produzenten lohnt sich auch, weil sie nicht mehr Gefahr laufen, dass ihre Produkte auf dem Weg zum Verbraucher durch zusammenbrechende Plagiate unverkäuflich werden. Damit dürfte auch das Image von CC wieder auf dem Weg nach oben sein.

* Wolf-Rüdiger Hansen ist Geschäftsführer des AIM-D e.V. in 68623 Lampertheim.

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