Suchen

Advanced Planning & Scheduling Welche Anforderungen ein APS-System erfüllen muss

| Autor / Redakteur: Martin Hofer / Claudia Otto

Viele Unternehmen richten ihre Fertigung auf individuelle Kundenanforderungen aus. Supply-Chain- und Produktionsplanungsprozesse werden dadurch immer komplexer. Mit dem richtigen Advanced-Planning-&-Scheduling-(APS-)System können dem Kunden dennoch verbindliche Liefertermine zugesagt werden.

Firmen zum Thema

Automatisierte Fertigung braucht optimal durchgeplante Supply Chains. Advanced-Planning-&-Scheduling-Software gibt dazu das jederzeit aktuelle Planungsbild.
Automatisierte Fertigung braucht optimal durchgeplante Supply Chains. Advanced-Planning-&-Scheduling-Software gibt dazu das jederzeit aktuelle Planungsbild.
(Bild: www.kuka.com)

Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 werden künftige Entwicklungen in der Produktionstechnik diskutiert und nach Wegen gesucht, die industrielle Produktion durch selbststeuernde Prozesse intelligenter zu machen. Die flexible Fertigung individualisierter Produkte als Gegenentwurf zur „dilettantischen“ Massenproduktion ist in vielen Branchen bereits Realität. Im Maschinen- und Anlagenbau sowieso, aber selbst in der Prozessindustrie und in der Serienfertigung müssen Materialflüsse und Fertigungskapazitäten auftragsbezogener und in engeren Terminrahmen geplant werden.

Weil ERP-Systeme zur Erzeugung täglicher „Kontostände“ mit Batch-Processing arbeiten, eignen sie sich nur bedingt für Planungsaufgaben. Bei der Analyse der Praxis in Unternehmen, wie sie im Rahmen von SCM-Optimierungsprojekten vorgenommen wird, zeigt sich dies sehr häufig am deutlichsten durch einen Wildwuchs individueller Excel-Tools und einer daraus entstehenden parallelen Datenhaltung. Die Folge: Details der Planung werden dann nicht mehr im ERP-System gepflegt und die Stammdatenqualität sinkt kontinuierlich.

Bildergalerie

Auswirkungen sofort sehen

Die Auswirkungen einer Entscheidung erst nach dem nächsten Batch-Lauf sehen? Für eine flexible Planung ist dies keine Option. Die wichtigste Fähigkeit, die ein Planungstool mitbringen muss, ist die Echtzeitfähigkeit. Ein In-Memory-System, das ohne externe Datenbank auskommt, kann genutzt werden, um verschiedene Varianten zum Beispiel der Maschinenbelegung oder Materiallieferung durchzuspielen und sofort in den Auswirkungen zu überblicken. APS-Systeme müssen komplexe Zusammenhänge simulieren können. Basis dafür sind die Stammdaten aus dem ERP-System, deren Qualität natürlich einen Einfluss auf die Genauigkeit der Planung hat.

(ID:42753085)