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Firmenjubiläum 270 Jahre deutscher Maschinenbau

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Das älteste deutsche Maschinenbauunternehmen J.D. Neuhaus (JDN) feiert am 9. September 2015 sein 270-jähriges Bestehen. Das Unternehmen, das sich in siebter Generation in Familienbesitz befindet, begann als Windenschmiede für Holzschaftwinden und ist heute ein führender Hersteller pneumatischer und hydraulischer Hebezeuge und Krananlagen.

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Das 1745 gegründete und damit älteste deutsche Maschinenbau-Unternehmen befindet sich in siebter Generation ununterbrochen in Familienbesitz.
Das 1745 gegründete und damit älteste deutsche Maschinenbau-Unternehmen befindet sich in siebter Generation ununterbrochen in Familienbesitz.
(BIld: J.D. Neuhaus)

Vom Hersteller von Holzschaftwinden, die für die Fuhrleute des Jahres 1745 bei den damaligen Straßenverhältnissen als „Wagenheber“ unverzichtbar waren, bis zum modernen Industrie-Unternehmen der Neuzeit war es ein weiter Weg. Er begann vor 270 Jahren mit der Eintragung des Windenschmiedes Johann Diederich Conrad Neuhaus in das „Sprockhövelsche Fabrickenbuch“. Auch die Nachfahren des Gründers produzierten weiter Winden. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden sie in handwerklicher Arbeit hergestellt und im Wesentlichen an den Bergbau, Kleinunternehmen, Fuhrleute und bäuerliche Betriebe geliefert.

Vom Handwerk zum Wirtschaftsunternehmen

Die Grundlage für das auf Innovation und Wachstum ausgerichtete Wirtschaftsunternehmen wurde 1952 gelegt. Damals ersetzte man bei JDN den bis dahin üblichen Handantrieb bei Hebezeugen durch einen Druckluftmotor. Diese Neuerung revolutionierte die Anwendungsmöglichkeiten zunächst im Bergbau und leitete zugleich den wirtschaftlichen Aufschwung des Unternehmens ein. Nachdem JDN mit dem Bergbau groß geworden war, musste das Unternehmen auch die mit der Industrie verbundenen Wirtschaftskrisen bewältigen. Der Strukturwandel gelang durch eine Umorientierung auf neue Geschäftsfelder für druckluftbetriebene Hebezeuge und dem Ausbau des Exportgeschäfts.

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100-t-Schallmauer durchbrochen

1966, als die Firma J.D. Neuhaus noch den Zusatz „Windenfabrik“ trug, und die Kommunikation überwiegend mittels Fernschreibern erfolgte, kamen die ersten JDN-Druckluft-Hebezeuge für Anwendungen außerhalb des Untertage-Bergbaus mit Tragfähigkeiten von 250 bis 1000 kg auf den Markt. Auf der Suche nach weiteren Einsatzgebieten bot sich die chemische Industrie an, denn auch dort bestand in vielen Bereichen, genauso wie Untertage, Explosionsgefahr. Und genau für diese Einsätze sind JDN-Druckluft-Hebezeuge dank ihres Antriebsmediums prädestiniert, so das Unternehmen. Weitere Vorteile der Geräte hatte schon ein JDN-Prospekt von 1966 erkannt: „Leicht im Gewicht, klein in der Bauhöhe, schnell in der Hubgeschwindigkeit, niedrig in der Phonstärke, gering im Luftverbrauch und stufenlos in der Steuerung“. In den folgenden Jahren brachte J.D. Neuhaus immer wieder Druckluft-Hebezeuge mit höheren Tragfähigkeiten auf den Markt. Highlight war im Jahr 1979 der Profi 100 TI, der weltweit erste Druckluft-Hebezug mit einer Tragfähigkeit von 100 t. Im selben Jahr führte JDN auch die Einschienen-Hubwerke ein. Sie wurden speziell für die Offshoreindustrie zum BOP Handling entwickelt.

2011 folgt Geschäftsbereich Anlagenbau

Ein kompletter Relaunch der JDN-Produktpalette bis 20 t Tragfähigkeit wurde von 2003 bis 2005 durchgeführt. In 2010 folgten die Hebezeuge mit Kapazitäten von 25 t bis 50 t und in 2014 schließlich die mit Tragfähigkeiten bis 100 t. So wurde die gesamte Serie optimiert und setzte damit einen neuen Standard im Bereich pneumatischer Hebezeuge. Parallel zu diesen Entwicklungen wurde 2011 der Geschäftsbereich Anlagenbau gegründet. Hier spezialisierte sich JDN auf die Entwicklung und den Bau von kundenspezifischen Krananlagen, die überwiegend auf Bohrinseln zum Einsatz kommen.

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