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Fahrerlose Transportsysteme

Aus reinen Transporteuren werden Betriebsmittel

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Durchaus eine knifflige Angelegenheit, denn in der ganzen Fabrik gibt es keinen abgeschrankten Bereich. Es gibt Wege, die von Werkern und fahrerlosen Transportfahrzeugen parallel benutzt werden.

Fahrerloses Transportsystem mit Lasernavigation

Vor dem Hintergrund, teilweise vom Kanban-Prinzip zugunsten einer kommissionierten Anlieferung auch für die Motorenmontage abzurücken, hat man sich bei Deutz für die Lasernavigation entschieden. „Und der neueste Trend ist die Integration eines Supermarktes in unsere Fabrik“, erklärt Gregor Thome, Project Manager Investitionen. „Wir haben uns für die Lasernavigation entschieden, weil die Änderungen komplett ohne Bodenarbeiten zulässt.“

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Durch die bisherige induktive Spurführung waren aber auch schon 10000 Positions- und Notstop-Magnete im Boden vorhanden. Auf dieser Basis entschied sich Deutz in der Lieferantenauswahl für ein fahrerloses Transportsystem der MLR System GmbH in Ludwigsburg.

Zwei Typen fahrerloser Transportfahrzeuge versorgen Werkerplätze und Standmontageplätze

In Köln-Porz sind nach wie vor 43 Fahrzeuge Typ Spreizenstapler unterwegs, deren Basis ein Standard-MLR-Gabelhubfahrzeug in drei verschiedenen Varianten ist. Vorausmaterial der Motoren wird ausschließlich in Behältern mit dem Standard-Paletten- oder -Gitterboxenmaß 800 mm × 1200 mm transportiert, und zwar in zwei Richtungen: Transportbehälter, die an Werkerplätzen abgestellt werden, dem Werker also zugewandt sind, werden mit 20 Fahrzeugen des Fahrzeugtyps 1 in Querrichtung transportiert. Der Fahrzeugtyp 2 versorgt insbesondere die Standmontageplätze und bringt die Paletten und Behälter längs dorthin.

Die gefertigten Motoren schließlich werden in den sogenannten Typ-3-Fahrzeugen transportiert. An den Motor wird eine Umlaufadaption angeschraubt und er wird vom Ende der Fließmontage zum Motorenpuffer oder zur Standmontage beziehungsweise auch zur Farbgebung transportiert. Der Typ 3 befördert auch die sogenannten Motorumlauf-Lagerungsgestelle — eine nicht unwesentliche Transportaufgabe, denn jeder Motor bekommt vier Füße, bei 25 Motoren pro Stunde der einen Baureihe und 23 Motoren bei der anderen Baureihe eine hohe Umlauffrequenz.

Fahrerlose Transportfahrzeuge mit 1000 kg Nutzlast

Die Fahrzeuge haben eine Nutzlast von 1000 kg. „Die schöpfen wir mit den Behältergebinden nahezu aus“, so Thome. „Bei den Zylinderkurbelgehäusen sind wir schon sehr nahe an der Gewichtsgrenze und die größten Motoren, die wir bauen, wiegen um die 850 kg.“

Wie werden fahrerlose Transportfahrzeuge überhaupt mit Energie versorgt? Uwe Bültmann, Produktmanager CPS & COM der Paul Vahle GmbH & Co. KG in Kamen, erklärt das batterielose Prinzip: „Unser Contactless-Power-Supply-(CPS-)System arbeitet im Prinzip wie ein Transformator. Prinzipiell lege ich die Primärwicklung in den Fahrweg des fahrerlosen Transportfahzeugs und die ganze Sekundärseite, sprich Spule und Eisenkern, ziehe ich auf das Fahrzeug. Jetzt kann ich das Fahrzeug entlang der Strecke bewegen.“

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