Trump zum Trotz

Chinas Außenhandel verzeichnet Rekordüberschuss

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So lief der China-Handel mit Deutschland und der EU

Die Ausfuhren der Volksrepublik nach Deutschland legten 2025 um 10,5 Prozent (auf rund 118,3 Milliarden Dollar) zu. Die Importe aus der Bundesrepublik sanken parallel um 2,1 Prozent (auf 92,8 Milliarden Dollar). Seit Oktober ist China auch wieder Deutschlands Handelspartner Nummer eins, womit das Land in dieser Hinsicht die USA abgelöst hat. Besonders stark legten die Ausfuhren der stark vom Export abhängigen Volkswirtschaft im letzten Jahr nach Afrika (25,8 Prozent) und in den Raum der südostasiatischen „Asean“-Staaten (13,4 Prozent) zu, wie die Analysen zeigen. Was die EU betrifft, so legten Chinas Exporte 2025 um 8,4 Prozent zu. Die Importe jedoch sanken um 0,4 Prozent. Nun wachse deshalb nicht nur wegen Chinas schwacher Nachfrage der Unmut. EU-Player beklagen auch weiterhin den aggressiven Wettbewerb in diversen Branchen, wie etwa in der Automobilindustrie, sowie erschwerte Marktbedingungen für ihr Geschäft in China. Auch meinen Analysten, dass Chinas Währung derzeit stark unterbewertet ist, weshalb chinesische Waren im Ausland günstig zu haben sind. Kritiker glauben an eine indirekte Subvention. Auch hatten Exportkontrollen auf sieben seltene Erden und auf Chips des Herstellers Nexperia für Unsicherheit und mitunter kurzzeitige Produktionsstillstände geführt. Pekings Vorgehen offenbarte dabei einmal mehr, wie angreifbar die Lieferketten in Europa eigentlich sind.

Positive Signale seitens Brüssel und Peking

Jüngst gab es allerdings positive Signale in den Handelsbeziehungen zwischen China und der EU. Denn Brüssel öffnete den Weg für Hersteller von in China produzierten Elektroautos, damit die Hersteller lieber Mindestpreise festsetzen können, statt Zollaufschläge in Kauf zu nehmen. Chinas Handelsministerium sieht das positiv, heißt es. Vergangene Woche kündigte Peking auch an, ab dem 1. April die Rückerstattung der Mehrwertsteuer beim Export von Photovoltaik-Produkten zu streichen. Diese Maßnahme soll die sinkenden Exportpreise in der Branche eindämmen. Günstige Waren aus China hatten der Solarbranche in Europa nämlich seit Jahren schwer zugesetzt. Und für Batterieprodukte fällt die Rückerstattung von neun auf sechs Prozent. Am 1. Januar 2027 soll sie sogar ganz abgeschafft werden.

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