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Einige Arbeitsschritte, wie beispielsweise die Oberflächentechnik, werden in Zukunft durch Automatisierungssysteme beschleunigt. „Wir entfernen den alten Lack zukünftig mithilfe einer Schleuderrad-Strahlanlage und um das zeitaufwendige Abkleben von Teilen vor dem Lackieren zu minimieren“, erklärt Bangert, „wird es zukünftig drei Lackierkammern geben, in denen die Komponenten farblich separiert teilautomatisiert lackiert werden.“ Dabei haben die beiden Flurförderzeug-Spezialisten auch an mögliche Veränderungen in der Zukunft gedacht. „Alle Bereiche werden so ausgelegt, dass man sie bei Bedarf später auch vollautomatisieren könnte“, so Ohlrogge.
Optimierung der Logistikprozesse
Im Zuge der Optimierung der Logistikprozesse wird auch ein externes Lager, das Jungheinrich heute an einem Standort im Süden von Dresden betreibt, nach Klipphausen geholt. Das Lager dient als Pufferlager für aufgearbeitete Fahrzeuge und als Lagerort für Fahrzeuge, die auf eine Runderneuerung für ihr zweites Leben warten. Ein Shuttleverkehr pendelt täglich zwischen Lager und Werk. „Da wir eine nachfrageorientierte Bestandssteuerung betreiben, sind nur circa 1500 Fahrzeuge in diesem Lager untergebracht – hauptsächlich Fahrzeuge, die noch aufgearbeitet werden müssen“, so Ralf Bangert. „Die meisten Fahrzeuge, die unsere Produktion verlassen, gehen direkt an die Vertriebseinheit zurück, die uns mit der Aufarbeitung beauftragt hat.“
Elektrofahrzeuge werden favorisiert
Von den heute aufgearbeiteten Fahrzeugen entfallen zirka 80 % auf den Bereich Lagertechnik und 20 % auf Gegengewichtsstapler. „Zurzeit wird der Elektrobereich, insbesondere die Lagertechnik, stärker nachgefragt. Es kann aber durchaus sein, dass sich nach der Werkserweiterung das Verhältnis auch zugunsten der Verbrenner verschiebt“, sagt Ronald Ohlrogge. „Unser neuer Verbrenner wird sehr stark nachgefragt. Je mehr wir von diesen Fahrzeugen in den Markt bringen, desto mehr Geräte kommen auch nach Ablauf der jeweiligen Finanzierungmodelle wieder zu uns zurück. Wir richten unser Werk schon jetzt darauf aus, dass ein höheres Volumen von Verbrennern aufgearbeitet werden kann.“
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