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Zu den Abnehmern der Jungheinrich-Gebrauchtfahrzeuge zählen kleinere Unternehmen, die nur ein bis zwei Mal am Tag einen Stapler benötigen und Wert auf qualitativ hochwertige und zuverlässige Fahrzeuge legen. Dabei spielen neueste technische Features eine untergeordnete Rolle, doch ein flächendeckender Service muss garantiert sein. „Wir positionieren uns hier ganz klar als Wettbewerber zu den zahlreich auf den Markt drängenden asiatischen Herstellern, die diesen flächendeckenden Service bisher noch nicht leisten können“, sagt Ohlrogge. „Aber auch Großkunden zeigen immer mehr Interesse an unseren Gebrauchten, denn auch hier gibt es manchmal Einsatzfälle, bei denen ein bestimmtes Fahrzeug nur für ein paar Stunden benötigt wird. Da lohnt sich ebenfalls kein Neufahrzeug.“
Stärkste Nachfrage in Europa
„Das Gebrauchtgeschäft läuft immer parallel zum Neugerätegeschäft“, weiß Ohlrogge. Deutschland sei deshalb in Europa nach wie vor der größte Markt und Abnehmer von Premium-Gebrauchten, gefolgt von Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien. Doch auch die osteuropäischen Länder zeigen immer mehr Interesse – besonders in Russland beobachtet Jungheinrich eine erhöhte Nachfrage. Außerhalb Europas ist in Asien und Südamerika das Geschäft mit den Gebrauchten lohnenswert so die beiden Experten. „Im Jungheinrich-Produktionswerk für Neugeräte in Qingpu (China) wurde ein Werk zur Aufarbeitung integriert“, so Ohlrogge. In Südamerika hat das Unternehmen eine Vertriebsgesellschaft und hier wäre eine Aufarbeitung von Maschinen zukünftig ebenfalls denkbar. „Auch an diesen Standorten erfolgt die Aufarbeitung nach dem erfolgreichen Prinzip unseres Gebrauchtgeräte-Zentrums in Dresden.“
Konzentration auf aktuelle Projekte
Nach den Zukunftsvisionen gefragt, erklären beide einstimmig, sie hätten noch genügend Ideen – auch über die Werkserweiterung hinaus. Man konzentriere sich aber erst einmal auf die aktuellen Projekte. „Die Kapazitätserweiterung des Werks ist in vollem Gang. Es werden für uns harte zwölf Monate, denn die Produktion muss ja bei gleichbleibender Qualität weiterlaufen“, sagt Ronald Ohlrogge.
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