Warehouse Management

Das vertragliche Lagermanagement wird häufig unterschätzt

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Ein schriftlicher Lagervertrag ist im Grunde immer sinnvoll

Wird nach erfolgter Inventur ein monetärer Mehrbestand festgestellt, so empfiehlt es sich aus Fairnessgründen, diese mindestens zwei Jahre fortzuschreiben. Praktische Erfahrungen zeigen, dass spätestens nach zwei weiteren Geschäftsjahren die Mehrbestände durch entsprechende Minderbestände wieder aufgefressen worden sind. Wichtig sind natürlich vernünftige Kündigungsregelungen. Innerhalb von vier Wochen ein großes Lager räumen zu müssen, ist schon starker Tobak.

Auch für den Lagerlogistiker ist dieser Punkt von großer Bedeutung, wenn dem Kunden ein Geschäft misslingen sollte, das für den Lagerlogistiker rentabel ist. An der Verkehrshaftung scheiden sich in der Praxis häufig die Geister. Trotzdem: Eine Einigung muss stets herbeigeführt werden, denn sie ist von größter Bedeutung für beide Vertragspartner.

Schriftlicher Lagervertrag ist ein Muss

Fazit: Beim Lagermanagement kann nicht nur operativ, sondern auch im kaufmännischen Bereich so einiges schief gehen. In jedem Fall sollte weder ein Handels- und Industrie- noch ein Logistikunternehmen die Bedeutung eines schriftlichen Lagervertrages unterschätzen. Unternehmen, die dies doch riskieren, werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit früher oder später viel überflüssiges Lehrgeld bezahlen müssen.

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