Verpackungstechnik

Die Artisten im Logistikzentrum – ohne Roboter kein Paket

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Im Karaussell wird sauber verklebt und gefaltet

Neehoff: „Eine effiziente, platzsparende und kostengünstige Lösung, denn der Roboter ist maximal genutzt, spart den Einsatz von weiteren Peripherien sowie Taktzeit, die mit 9,6 Sekunden je Takt erreichbar, aber recht knapp bemessen ist.“ Das von Holmatek entwickelte und konstruierte achtarmige Karussell zum Verpacken der Wickel bildet das zentrale Element der Automation. Zu jedem Zeitpunkt befinden sich acht Produkte im Karussell und werden dort verpackt. Der dritte Roboter, ein RDF080N, legt die Wickel aus beiden Anlagen in die offenen Kartonzuschnitte ein. Im Karussell werden die Seitenlaschen und die obere Lasche per „Hotmelt“-Verfahren verklebt und gefaltet, jedes Produkt wird mit einem Barcodelabel versehen, dessen Lager- und Produktdaten gescannt und für die Qualitätssicherung und Produkt-Verfolgbarkeit verwaltet werden.

Roboter im Hofbräuhaus „stemmt“ 1000 Kästen pro Stunde

Ein Roboter des Typs ZD130S entnimmt die fertigen Kartons, stapelt sie auf die bereitgestellte Industriepalette und sorgt beim Palettenwechsel für das Vereinzeln der Leerpalette vom Stapel auf die Arbeitsposition.

Um in der Kastensortieranlage ein tägliches Palettiervolumen von 2500 bis 3000 zunehmend unterschiedlichen Bierkästen effizient zu bewältigen, entschied sich die Brauerei Hofbräuhaus in München für ein platzsparend realisierbares Automatisierungskonzept.

Der komplette automatische Palettierprozesse für die mit Leergut gefüllten Bierkästen, dessen Mittelpunkt der Palettierroboter KR 180 PA von Kuka bildet, wurde platzsparend innerhalb der kompakten Sortieranlage installiert. Der Roboter, ein Vier-Achs-Roboter mit passiver fünfter Achse, der bis zu 180 kg schwere Lasten auf 3000 mm Höhe stapelt und 1000 Kästen pro Stunde „stemmt“, kann durch seinen großen Aktionsradius die Kästen von vier Rollenbahnen nehmen, auf eine Palette stapeln und zudem Leerpaletten holen.

Der Roboter palettiert die auf vier Bahnen antransportierten Kästen sortenrein. Zwei Bahnen sind für Kästen mit 0,5-l-Flaschen, eine für 0,33-l-Gebinde, und die vierte wird für Leergut anderer Erzeuger genutzt. Der KR 180 PA greift jedes Mal vier Kästen und setzt sie exakt positioniert auf die entsprechende Palette. Pro Europalette werden fünf Lagen zu je acht Kästen gebildet. Wie Kuka meldet, lässt sich der Roboter bei Bedarf auch auf andere Kastengrößen umrüsten.

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