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Eis-Energiespeicher halbiert Betriebskosten

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Doch der Speicher ist mehr als ein Energiepuffer. Was für Laien kaum vorstellbar ist, wird hier Realität: Mit Eis lässt sich heizen! Im Winter entziehen die Wärmepumpen dem Wasser so lange Energie, bis es gefriert. Dabei wird durch einen physikalischen Prozess kostenlose, zusätzliche Energie frei, die man zum Heizen nutzen kann. Immer und immer wieder, ohne jeglichen Verschleiß. Das so entstandene Eis wird dann zur Kühlung genutzt. Ist es aufgetaut, beginnt der Prozess von vorne.

Die vornehmlich mit Sonnenstrom angetriebenen Wärmepumpen (rechts) versorgen den Komplex mit Wärme und Kälte. Diese werden im Eis-Energiespeicher auf niedrigem Temperaturniveau zwischengelagert.
Die vornehmlich mit Sonnenstrom angetriebenen Wärmepumpen (rechts) versorgen den Komplex mit Wärme und Kälte. Diese werden im Eis-Energiespeicher auf niedrigem Temperaturniveau zwischengelagert.
(Bild: Viessmann)

Der Strom für die Wärmepumpen und für den Betrieb des gesamten Komplexes kommt bevorzugt von einer Photovoltaik-(PV-)Anlage auf dem Dach der Halle. Was viele Entscheider noch nicht wissen: „Strom aus der eigenen PV-Anlage ist heute schon deutlich günstiger als aus dem Netz. Zudem sichert die autarke Versorgung mit eigenem Strom und eigener Wärme ein hohes Maß an Unabhängigkeit“, sagt Bischoff. Überschüssiger Sonnenstrom wird ins Netz eingespeist und vom Energieversorger vergütet. Zusätzlich bezieht der Speicher auch noch kostenlose Energie aus dem Boden.

Erstes Objekt kurz vor Fertigstellung

In Würselen bei Aachen steht ein erster Log4Real-Logistikpark mit dem innovativen Energiekonzept kurz vor der Übergabe. Die insgesamt 52.130 m² modernste Hallenfläche für Fertigung und wertschöpfende Logistik wurden bereits komplett vermietet. Die Andienung erfolgt über 32 Standard-Heckentladetore. Bei einer Tragfähigkeit der Bodenplatte von 5 t/m² ist der Komplex auch für leichte Fertigung geeignet.

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