Logistikzentrum

Ersatzteillogistik statt Druck

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Auch in Sachen „bekannter Versender“ macht sich Gildemeister Gedanken. „Bisher sind wir noch kein bekannter Versender – das Projekt steht für 2014 bereits auf der Agenda. Die nötigen Voraussetzungen haben wir“ so Neumann. Der Standort Geretsried trägt bereits das Siegel AEO-F geprüft.

Kontrolle steht auch im Versand im Mittelpunkt. Die Pickfehlerquote liegt bei 0,5 Promille, heißt es offiziell. Der Grund: Die Waren werden nicht von Logistikern kontrolliert, sondern von Werkzeugmaschinentechnikern. Das heißt: Der Techniker an der Fördertechnik kann mithilfe des ERP-Systems und einer darin hinterlegten Zeichnung das Ersatzteil identifizieren. So verhindert die Gildemeister-Logistik Retouren, wobei falsche Sendungen die Ausnahme sind. Meist, sagt Neumann, kämen ungebrauchte Retouren zurück nach Bayern. Hintergrund: Der Kunde vor Ort weiß nicht genau, wo das Problem liegt und ordert zur Sicherheit zwei Ersatzteile mehr, die er dann ungebraucht zurücksendet. Auch Tauschteile gehören zum Retourenalltag. Sie werden, wenn möglich repariert und kommen wieder zum Einsatz. Mindestens zehn Jahre lang bewahren die Logistiker die Ersatzteile für die Kunden auf – die Verantwortlichen haben aber auch noch Ersatzteile für Maschinen aus dem Jahr 1972 auf Lager. Könnte man sich diesen Aufwand angesichts von 3D-Druckern nicht in Zukunft sparen? „Nein“", meint der Geschäftsführer. „Wir produzieren komplexe Maschinen und brauchen hochwertige und stabile Ersatzteile.“

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