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Werttransporte Exklusiv: Neues Logistikkonzept für 270.869 Goldbarren

| Redakteur: Robert Weber

Ab 2020 wird die Hälfte der deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren der Bundesbank im Inland gelagert. Neubauten dafür sind nicht nötig, erklärte eine Sprecherin gegenüber MM Logistik. Über den Transport des Schatzes will die Bank keine Auskunft geben.

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(Bild: Deutsche Bundesbank)

Schrittweise sollen 300 t Gold von New York nach Frankfurt und 374 t Gold von Paris in die Mainmetropole verlagert werden. Die Bestände in London bleiben unangetastet. Der Gesamtbestand beläuft sich aktuell auf 270.869 Barren oder 3391 t. Gold. In Frankfurt sollen 2020 50 %, in New York 37 % und in London 13 % des deutschen Edelmetalls lagern.

Die Auflösung des Lagerortes Paris trägt den seit Einführung des Euro geänderten Rahmenbedingungen Rechnung, heißt es. In New York und Paris musste die Bundesbank keine Gebühren für die Einlagerung bezahlen. In London belaufen sich die Gebühren auf 500.000 bis 550.000 Euro pro Jahr.

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IT-Umzug schafft Lagerplatz für das Gold

In Frankfurt muss für die Goldreserven kein neues Lager gebaut werden, erklärte eine Sprecherin gegenüber MM Logistik. Bisher von der IT genutzte Lagerräume stehen den Goldbarren zukünftig zur Verfügung. Auch die Verlagerung des Bereichs der Bargeldlogistik nach Mainz schaffe mehr Platz, so die Sprecherin. Zu den Logistikkosten will die Bundesbank keine Auskunft geben. „Diese stehen im Verhältnis zum Gesamtwert des Goldes – sie sind nicht groß“, erklärte die Pressesprecherin weiter.

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