Flurfreie Fördertechniken

Flurfrei und nahezu universell einsetzbar

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Wie die Verantwortlichen von PSB betonen, „hebt sich das System durch eine Reihe von Merkmalen deutlich in Leistung und Funktionalität von den bisher marktbekannten Systemen ab“. So lässt sich der Materialfluss baulich flexibel gestalten, da wahlweise nach rechts oder links aus-geschleust werden kann, und das erforderliche Mindestgefälle nur rund 3° beträgt. Zudem werden die Waren in der Beladestation automatisch an den Micro-Trolley übergeben.

Auf Eigenentwicklungen legt PSB dezidiert Wert, denn „bei einem Familienunternehmen wie PSB bilden in der heutigen Zeit kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung einen nicht unerheblichen Teil an der professionellen Platzierung auf dem Markt“.

Trolleyloses Komplettsystem für Premium-Herrenmode

Ein markantes Beispiel für trolleylose Systeme bildet die für 92500 Hängewarenteile konzipierte, von einem flurfreien Fördersystem bediente Lageranlage, die Dürkopp Fördertechnik, Bielefeld, für den Premiumherrenbekleidungs-Produzenten Eduard Dressler realisiert hat. Die in drei Ebenen installierte Anlage teilt sich in zwei Lagerbereiche auf: In der ersten Ebene befindet sich ein nach Artikelnummern geführtes Lager, in der zweiten Ebene das Kunden-Kommissionslager. Dieses System ist so flexibel gestaltet, dass sich die Kunden- und Reservierungsbereiche kurzfristig und individuell anpassen lassen.

„Für den Materialfluss der intralogistischen Prozesse des neuen Kundenlagers haben wir eine Kombination unserer trolleylosen Systeme installiert“, so Manfred Pörtner, der als Vertriebsbereichsleiter bei Dürkopp Fördertechnik für die Anlage verantwortlich zeichnete. Das System umfasst sowohl unterschiedliche Fördertechniken als auch die Materialfluss-Software für die Steuerung der intralogistischen Prozesse.

100% Identifizierbarkeit wesentlich für Materialfluss-Steuerung

Im komplett automatisierten Wareneingang wird jedes der mit individueller Identnummer ausgestatteten Kleidungsstücke einzeln erfasst, an das Dressler-eigene WMS gemeldet und ist damit unmittelbar im Wareneingangsbestand geführt. Wie Pörtner betont, ist „diese 100%ige Identifizierbarkeit wesentlich für die Materialfluss-Steuerung“: Denn da sich alle Transportaufträge stets auf diese Identnummer beziehen, lässt sich jedes Kleidungsstück über Tracking und Tracing bis zum Kunden verfolgen.

Die im Wareneingang vereinnahmten, auf Bügeln hängenden Kleidungsstücke werden einzeln mit den Rolladaptern verbunden. Artikel und RFID-Chip des Rolladapters bilden ab diesem Punkt ebenfalls eine individuelle Einheit, deren Lagerposition im System jederzeit abrufbar ist. Von hier aus gelangen die Kleidungsstücke in das Pufferlager der ersten Ebene. Vordefinierte Abstände geben jedem Teil die benötigte Fläche.

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