Verlagerungen

Full-Service bei Industrieumzügen aus einer Hand

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Erst, wenn diese ganzen Vorarbeiten geleistet sind, geht es an den eigentlichen Umzug. „Unsere Kunst besteht darin, egal wo der Fabrikplaner die Maschine hingestellt haben möchte, sie dort einsatzfähig aufzustellen,“ begeistert sich Martin Scholpp, geschäftsführender Gesellschafter der Scholpp-Dienstleistungsgruppe.

Komplettmontage bis zur Inbetriebnahme

Ob einzelne Maschine oder große, verknüpfte Anlagen, mit modernsten Messsystemen richten die Techniker sie auf hundertstel Millimeter genau aus. Dazu kommt die gesamte Elektrik, Verkabelung, aber auch Softwareeinspielung, so dass sie der Bediener betreiben kann. Deshalb gibt es auch die Komplettmontage.

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„Kauft sich ein Kunde eine neue Anlage, übernehmen wir die Endmontage bis zur Inbetriebnahme,“ stellt Scholpp die Unterstützung vor. „Teilweise ist von den Herstellern gar kein Monteur mehr vor Ort, sondern wir übernehmen diese komplexe Dienstleistung des Installierens einer neuen Anlage. Wir stellen die Maschine mechanisch auf, richten sie aus, installieren die gesamte Elektrik und fahren sie bis zur Produktionsbereitschaft hoch.“

Auch Industrieumzüge ins Ausland

Doch auch hier hört das Leistungsspektrum moderner Dienstleister noch lange nicht auf. Will der Kunde ins Ausland verlagern, passen sie die Maschinen den im Ausland geltenden Vorschriften an, richten sich nach EU- und US-relevanten Bestimmungen und internationalen Standards. Dass dabei gleich die Zollformalitäten mit erledigt werden, bedarf fast keiner Betonung mehr.

Nur einen Wunsch haben alle Dienstleister gemein, und den bringt Martin Scholpp zum Ausdruck: „Es wäre schön, wenn sich Kunden im Einzelfall früher entschieden. Wir müssen da sein, wenn wir gebraucht werden. Und da ist oft der Weg der Entscheidung sehr lang und der Weg bis zum Projektbeginn oft sehr kurz. Kosten könnten gesenkt werden, wenn die Kunden früher den Partner für die Verlagerung suchen würden.“

Produktion ruht idealerweise nur über das Wochenende

Und dabei wird die Produktion bis zum letzten Tag aufrecht erhalten. „Das ist eine Vorgehensweise, die vom Ablauf her so sein muss“, betont Andreas Meinus. „Wir hören häufig, dass eine Umzugsphase mehrere Wochen dauert. Da frage ich mich, wie kann es sein, dass sich das eine Firma leisten kann?“ Tatsächlich nutzen jedoch die wenigsten Firmen die Beratung eines Projektmanagers für Firmenumzüge. Sie haben ihre Mitarbeiter, die sie sowieso bezahlen müssen, und vertreten den Standpunkt, dass diese den Umzug zumindest in Teilen bewerkstelligen. Faktisches Ziel muss es jedoch sein, am Freitag die Arbeit am alten Standort zu beenden und am Montag am neuen Standort wieder aufzunehmen.

Berechnen kann das jeder Unternehmer selbst. Die kalkulatorischen Personalkosten, die Nichterreichbarkeit für die Kunden, Überstunden und Unzufriedenheit der Mitarbeiter, weil sie ihrer Arbeit nicht nachgehen können und in Abendstunden nacharbeiten müssen. Eine detaillierte Planung dagegen bietet dem Unternehmer die Möglichkeit, effektiv Geld zu sparen, denn die Zeiten „Herbert, hol’ mal den Kran und stell’ die Maschine da rüber“ sind definitiv vorbei.

Dipl.-Sozialökonomin Hertha Kerz ist freie Wissenschaftsjournalisten in 22177 Hamburg.

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