KEP-Dienste Schwarmintelligenz erleichtert bei GLS jetzt den Paketalltag

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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GLS Germany will seine Sortierprozesse dezentraler, feingliedriger und kosteneffizienter gestalten und hat dafür AGV von Libiao Robotics erprobt. Jetzt ist die Pilotphase vorbei und die „Ameisen“ sind im Regelbetrieb angekommen.

Pilot beendet: GLS setzt die wendigen Sortierroboter des chinesischen Herstellers Libiao Robotics jetzt auch im Regelbetrieb ein.(Bild:  GLS)
Pilot beendet: GLS setzt die wendigen Sortierroboter des chinesischen Herstellers Libiao Robotics jetzt auch im Regelbetrieb ein.
(Bild: GLS)

Von Frankfurt nach Bielefeld ist es nicht weit. In Hessen ist das europäische Headquarter des chinesischen Sortierroboterherstellers Libiao Robotics installiert (wir berichteten), rund 300 Kilometer nördlich, im nordrhein-westfälischen Bielefeld, ist ein GLS-Depot installiert, in dem 70 autonome Sortierroboter seit Herbst 2023 ihren Dienst tun. Die kleinen Automated Guided Vehicles (AGV) sorgen dafür, dass ebenso kleine Pakete mit bis zu 3 Kilogramm und Maßen von 30 Zentimeter × 40 Zentimeter × 15 Zentimeter zuverlässig bearbeitet werden. Unter „Bearbeitung“ ist dabei der Prozess vom Eingang der Pakete über deren interne Verteilung bis hin zum Paketausgang und der Zustellung zu verstehen.

Auch wenn die „stählernen Chinesen“ im Depot nicht als echte Cobots bezeichnet werden können, so arbeiten sie doch Hand in Hand mit dem menschlichen Personal zusammen: Mitarbeitende platzieren die Pakete ergonomisch schonend in Hüfthöhe auf den selbstfahrenden AGV, ab da geht alles automatisch. Die Roboter navigieren über einen in U-Form angelegten Sortiertisch und bringen ihre Fracht über eine Distanz von rund 25 Metern zum Ziel.

Mit den Robotern können wir auf derselben Fläche, auf der wir bisher 50 Ziele angesteuert haben, nun bis zu 144 Zielstellen bedienen.

Sebastian Nord, GLS-Depotleiter in Bielefeld

Durch den Einsatz der Fahrroboter spart sich GLS wertvolle Zeit und erhöht die Präzision im Depot, wie es heißt. Außerdem würden die Abläufe „spürbar effizienter“, wie Sebastian Nord angibt. „Für unser Team bedeutet das vor allem ergonomischeres Arbeiten und eine Entlastung“, sagt der Depotleiter.

Skalierung problemlos möglich

Das dahinterstehende Sortiersystem koordiniert den Roboterschwarm über WLAN, steuert Fahrwege, Ladezyklen und sorgt dafür, dass genügend Einheiten einsatzbereit sind. Ein Ladezyklus dauert lediglich fünf Minuten, die Einsatzdauer beträgt vier bis fünf Stunden. Bei Bedarf lässt sich das System unkompliziert skalieren: Mehr „Ameisen“, wie die AGV vor Ort genannt werden, sorgen dann für noch höhere Sortierleistung – solange der Schwarm nicht ins Stocken gerät. Wie noch zu erfahren war, sollen die AGV demnächst auch in GLS-Depots in Dortmund (NRW) und im osthessischen Neuenstein zum Einsatz kommen.

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