Hafenlogistik

Hafenlogistik schwimmt auf der Erfolgswelle

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See-Terminals profitieren von verkürzter Container-Lagerzeit

An allen Standorten sollen sämtliche Eurogate-Dienstleistungen rund um den Container angeboten werden, wie Vollcontainerlager und Leercontainer-Depot, Container-Reparatur- und Wartungsservices oder Verkauf und Vermietung von Containern.

Wie Emanuel Schiffer betont, kann mit diesem Konzept zum einen „die bestehende Infrastruktur durch Bündelung der Verkehre effizienter genutzt werden, da die Inlandsterminals zu Konsolidierungspunkten für Handelsverkehre werden. Zum anderen können wir die Lagerzeiten von Containern auf den Seeterminals signifikant reduzieren. Dies erhöht unsere Produktivität, und die Kunden profitieren davon.“

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Auch die Hamburger Hafen und Logistik AG, HHLA, meldet neue Rekordwerte: Mit 1,18 Mrd. Euro Umsatz und einem Betriebsergebnis von rund 285 Mio. Euro wurden neue Bestmarken erzielt. Dabei erreichte das börsennotierte Kerngeschäft der HHLA, das im Teilkonzern Hafenlogistik zusammengefasst ist, einen Umsatz von 1,15 Mrd. Euro.

Alle Segmente des Teilkonzerns verzeichneten 2007 neue Mengenrekorde: So haben die HHLA-Terminals ihr Umschlagvolumen um 11,7% auf 7,2 Mio. TEU erhöht. Die HHLA-Gesellschaften des Segments Intermodal steigerten ihr Transportvolumen im Container-Hinterlandver-kehr auf 1,7 Mio. TEU. Im Segment Logistik hat der Umschlag am Fracht- und Kühlzentrum mit 1,03 Mio. t erstmals die Ein-Millionen-Marke übertroffen; die Fahrzeugabfertigung legte um 9,5% auf 142 000 Einheiten zu, und der Umschlag von Massengütern wie Erz und Kohle erreichte mit 15 Mio. t einen neuen Höchststand.

Doch nicht nur bei Umschlagszahlen und Umsatzzahlen ist die HHLA – eigenen Aussagen zufolge einer der führenden Hafenlogistik-Konzerne in der europäischen Nord-range – herausragend, auch bei der Qualität setzt sie Maßstäbe: So erhielt der Container Terminal Altenwerder, CTA, einer der drei Container-Terminals, die die HHLA am Hamburger Hafen betreibt, als erster Terminal weltweit die Zertifizierung nach dem neuen „Container Terminal Quality Indicator“ (CTQI)-Standard, der die Leistungsfähigkeit von Containerterminals misst.

Hamburg hat den weltweit modernsten Containerterminal

Die CTQI-Zertifizierung setzt voraus, dass ein Managementsystem sowie Indikatoren zur Bewertung der Leistungsfähigkeit des Terminals eingeführt werden. Dabei stehen Kriterien wie die Ausrüstung mit Kranen und deren Leistungsfähigkeit sowie die Effizienz bei der Be- und Entladung von Containerzügen, Lastwagen und Binnenschiffen auf dem Prüfstand. Auch leistungsfähige Verbindungen zum Hinterland sowie zum Kanal- und Fluss-System werden beurteilt.

Mit seinem hohen Automatisierungsgrad gilt der auf die effiziente Abfertigung großer Containerschiffe ausgelegte CTA als der modernste Containerterminal weltweit. Die im Juni 2002 in Betrieb genommene Anlage war ursprünglich für eine Kapazität von 1,9 Standardcontainern geplant, hat dieses Volumen jedoch bereits 2006 überschritten. Mit weiteren Ausbauschritten wie neuen Containerbrücken, zusätzlichen automatischen Transportfahrzeugen, nochmals erhöhter Lagerkapazität sowie verbesserten Abläufen der EDV-gestützten Umschlagprozesse werden Leistung und Gesamtkapazität des Terminals kontinuierlich gesteigert.

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