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Hafenlogistik Hafenlogistik schwimmt auf der Erfolgswelle

| Autor / Redakteur: Reinhard Irrgang / Volker Unruh

Die Hafenlogistik schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle, international wie national. Doch um die steigende Container-Flut an deutschen Gestaden einzudämmen und zu kanalisieren, sind neue und nachhaltige Konzepte zur Sicherung der Umschlagskapazitäten und des Weitertransports auf intermodaler Basis gefragt – sowohl in den Seehäfen als auch im Hinterland.

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Container-Boom – nicht nur an der Waterkant, sondern auch im Hinterland: Die HHLA-Gesellschaften haben ihr Umschlagsvolumen auf 7,2 Mio. TEU erhöht, der Container-Hinterlandsverkehr stieg auf 1,7 Mio. TEU.Bild: HHLA
Container-Boom – nicht nur an der Waterkant, sondern auch im Hinterland: Die HHLA-Gesellschaften haben ihr Umschlagsvolumen auf 7,2 Mio. TEU erhöht, der Container-Hinterlandsverkehr stieg auf 1,7 Mio. TEU.Bild: HHLA
( Archiv: Vogel Business Media )

Einige Zahlen verdeutlichen den Boom, der gerade abgeht, und zwar mit allen Indizien der Nachhaltigkeit. So meldete die Eurogate-Gruppe, in der die Container-Aktivitäten der BLG Logistics Group und von Eurokai zusammengefasst werden, im April dieses Jahres das bislang beste Ergebnis ihrer Firmengeschichte: Der Umsatz wuchs von 560 Mio. Euro um 17,8% auf 659,5 Mio. Euro. Analog legte der Containerumschlag der Eurogate-Gruppe um 10,6% auf 13,9 Mio. TEU (Twenty Foot Equivalent Unit) zu.

Wie Emanuel Schiffer, der Vorsitzende der Eurogate-Geschäftsführung betont, „werden wir unser Wachstum durch umfangreiche Investitionen absichern, denn in den kommenden Jahren wird die Anzahl der Containerschiffe mit einer Ladekapazität von über 10 000 TEU an unseren Kaianlagen enorm steigen. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“ Daher tätigt Eurogate hohe Investitionen in den Flächenausbau seiner Terminals, aber auch in die Anschaffung von neuem, modernem Equipment. Nach Stand der heutigen Planungen wird die Eurogate-Gruppe zwischen 2008 und 2012 50 Super-Post-Panamax-Containerbrücken erhalten.

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Des weiteren erfordern die Prognosen für das Containerwachstum in deutschen Nordseehäfen neue Konzepte zur Sicherung von Umschlagskapazitäten. So hat Eurogate, wie Anfang Juli gemeldet, den Aufbau eines Inland-Containerterminal-Netzwerks beschlossen. Ziel ist die Entlastung der Seeterminals sowie ein verbesserter Service für die Kunden. Das Konzept sieht vor, die Container bereits im Inland anliefern und abholen zu lassen. Wenn von den Kunden gewünscht, übernehmen Eurogate oder andere Dienstleister den Transport von und zu den Seeterminals entweder per Bahn, Binnenschiff oder Lkw. Damit rückt der Seehafen ein Stück näher an seine Endkunden heran.

Das Netzwerk wird mit Partnerunternehmen umgesetzt und soll am 2. Januar 2009 in Betrieb gehen. Eurogate hat bereits mit sechs Inland-Containerterminals Verträge über die Abwicklung von Umschlags- und Depotaktivitäten geschlossen: der Mindener Hafen GmbH, Magdeburger Hafen GmbH, der Container Terminal Dortmund GmbH, der Auto-Terminal-Wiesau GmbH in Kooperation mit der Pöhland Speditionsgesellschaft, der Gernsheimer Umschlags- und Terminalbetriebsgesellschaft sowie mit BLG Logistics für den Neustädter Hafen in Bremen.

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