Hafenlogistik

Hafenlogistik schwimmt auf der Erfolgswelle

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Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die kürzliche und rückwirkend zum 1. Januar 2008 geltende Übernahme der HHLA Rhenus Logistics und der HHLA Rhenus Logistics Altenwerder durch die HHLA. Mit dem Kauf werden die Lager-, Transport- und Kontraktlogistikaktivitäten der HHLA am Standort Hamburg klar geordnet: Sie führt die Logistikgeschäfte in beiden Gesellschaften fort und wird die Verbindung zu den Containeraktivitäten weiter stärken.

Der CCT-Container-Bahnhof ist wichtig für den Bahnverkehr

Welch große Bedeutung die Anbindung der Seehäfen an das Hinterland und damit die Kompetenz bei der Intermodalität zwischen Seehäfen und Schienenverkehr inzwischen gewonnen hat, zeigt die Eröffnung des neuen Containerbahnhofs des Container-Terminals Tollerort, CTT, Ende Mai diesen Jahres. Wie Dr. Stefan Behn, Vorstandsmitglied der HHLA betont, ist der neue CTT-Bahnhof ein weiterer Baustein, um die bahnseitigen Umschlagkapazitäten der HHLA auszuweiten.

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Am CCT-Bahnhof werden Container künftig mit speziellen Bahnkränen auf Waggons verladen, wobei die drei neuen Transtainerbrücken diese Arbeit effizienter leisten als die bisherige Beladung durch Van-Carrier. Die fünf neuen Gleise des Bahnhofs werden auf einer Länge von 720 m verlegt, so dass auch Ganzzüge abgefertigt werden können. Zudem öffnet der CTT den Bahnhof für den kombinierten Verkehr: Auch Container, die nicht per Schiff reisen, können direkt auf dem CTT-Gelände auf die Schiene gesetzt werden.

Einzigartig bei diesem Terminalbahnhof ist, dass er in einer leichten Kurve gebaut ist, wodurch das gesamte Terminalgelände optimal genutzt werden kann. Da die Transtainer die Container auch in der Gleiskurve zentimetergenau auf Waggons setzen müssen, sorgen Kugeldrehverbindungen zwischen dem Fahrwerk und der Stahlkonstruktion für die nötige Kurvengängigkeit.

Die Relevanz des Hinterlandes für die Weiterentwicklung der Seehäfen bildete auch eines der zentralen Themen der dritten Nordhafenkonferenz, zu der sich am 2. Juli Entscheidungsträger aus der Hafenwirtschaft in Potsdam trafen. „Die Leistungsfähigkeit der Hinterlandes muss weiter entwickelt werden, um das starke Marktwachstum zu bewältigen“, betont Detthold Aden, Vorsitzender des Vorstands der BLG Logistics Group und Vorsitzender des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe, denn nur mit einer leistungsfähigen Hinterlandanbindung könnten die Seehäfen weiter wachsen. In diesem Zusammenhang wird eine gute Schienenanbindung zum Gütesiegel für die Seehäfen. Bereits heute verlassen bei Distanzen über 200 km rund 70% der Container den Hamburger Hafen per Zug.

Der ansteigende Warenstrom benötigt ein starkes Hinterland

Insbesondere im See-Hinterlandverkehr werden bis 2015 stark zunehmende Transportströme erwartet. Daher müssen alle Akteure entlang der Transportkette ihre Hausaufgaben machen, betont Dr. Sebastian Jürgens, Leiter des Geschäftsfeldes Intermodal und Mitglied des Vorstands der Railion Deutschland, der per 1. Okober 2008 in den Vorstand der HHLA wechseln wird. So haben dabei für DB Intermodal folgende Aufgaben die höchste Priorität: die Investitionen in Hinterland-Terminals in Deutschland und Europa, der Auf- und Ausbau von Leer- und Last-Depots zur Entlastung der Häfen und Umschlagbahnhöfe, der Ausbau des Wagenparks und die Verbesserung der Produktivität des Wageneinsatzes sowie die Steigerung der Zuverlässigkeit und Flexibilisierung der Produktion über die interne Neuaufstellung im Rahmen der KV-Bahn.

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