Ein kritisches Jahr! Aktueller Report deutet auf langfristige Krise für Transportunternehmen hin

Quelle: Falkensteg 2 min Lesedauer

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Der Falkensteg-Insolvenzreport zum ersten Quartal 2026 liegt mit Blick auf die Transportlogistik nun vor. Folgende Zahlen sind dort zu lesen ...

Die Situation in der Transportlogistik ist derzeit alles andere als sonnig, wie eine Analyse von Falkensteg offenbart. Wenn sich nicht bald etwas ändere, würden vor allem kleine und mittelständische Player eher in den Sonnenuntergang als in den -aufgang fahren ...(Bild:  Brummimeister)
Die Situation in der Transportlogistik ist derzeit alles andere als sonnig, wie eine Analyse von Falkensteg offenbart. Wenn sich nicht bald etwas ändere, würden vor allem kleine und mittelständische Player eher in den Sonnenuntergang als in den -aufgang fahren ...
(Bild: Brummimeister)

Die Transportlogistik in Deutschland startet mit einem zweigeteilten Insolvenztrend in das erste Quartal 2026, wie Falkensteg eingangs sagt. Während die Gesamtzahl der Insolvenzen über alle Umsatzklassen hinweg im Vergleich zum Vorquartal um neun Prozent (von 133 auf 121 Fälle) gesunken ist, verharren die Großinsolvenzen – also derjenigen Unternehmen mit einem Umsatz von über zehn Millionen Euro – bei sieben Fällen auf gleichem Niveau, wie es weiter heißt. Die Zahlen bedeuten jedoch keine Entwarnung für die Branche, denn beide Werte liegen auf einem hohen Niveau, warnt der Falkensteg-Partner Gunter Fittkau. Der Blick auf langfristig geltende Reihen gebe dem Logistikexperten recht, denn die Quartalszahl bei den Großinsolvenzen sei doppelt so hoch wie im 3-Jahres-Durchschnitt. Und auch bei allen Unternehmensinsolvenzen liegt der Wert um acht Prozent über dem Mittel der langfristigen Betrachtung. Die Probleme heißen demnach hohe Dieselpreise, Mindestlohnsteigerungen und CO₂-Aufschlag. Und Langzeitverträge ohne Preisindexklauseln erhöhen die Gefahr für eine Pleite noch zusätzlich. Fittkau rät ab, solche Verträge abzuschließen. Das sei grob fahrlässig.

Diese drei Ratschläge sollten Transportunternehmen beherzigen

Die oberste Priorität habe die Vertragsrestrukturierung! Bei bestehenden Festpreisverträgen muss deshalb systematisch auf Kostenindexklauseln für Diesel, Mindestlohn und Maut umgestellt werden. Das sei die wirksamste strukturelle Maßnahme gegen künftige Kostenschocks. Gleichzeitig muss die Branche ihre Verhandlungsstärke bei Preisen ausbauen. Denn wer seine Transportpartner durch Preisdruck in die Insolvenz treibe, werde mittelfristig keinen Ersatz aufgrund der geringen Transportkapazitäten finden, oder nur zu deutlich höheren Kosten. Schließlich gilt es, sogenannte Klumpenrisiken systematisch zu reduzieren. Gemeint ist, eine breite Kundenbasis zu schaffen, die vor dem existenziellen Risiko des Wegfalls eines Großauftraggebers schützt und Ketteneffekte verhindert, so Falkensteg.

Die derzeitige Lage der Transportlogistik ist nicht so schnell vorbei

Eine schnelle Entspannung ist nach Ansicht der Experten leider auch nicht in Sicht. Denn die anhaltenden geopolitischen Spannungen infolge des Iran-Konflikts machen Kraftstoff teuer, während gleichzeitig die Transportkapazitäten knapp bleiben und die Investitionen in der Branche zurückgehen. Das Zusammenspiel dieser Faktoren treibe vor allem eigenkapitalschwache Unternehmen in eine Liquiditätskrise. „Die Großinsolvenzen dürften in diesem Jahr weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen dürften die Pleiten dagegen deutlich zunehmen“, fürchtet Fittkau angesichts der derzeitigen Verhältnisse. Besonders betroffen seien Betriebe, die weder ihre Vertragsstrukturen anpassen noch ihre Kundenbasis diversifizieren. Für sie könnte 2026 zum kritischen Jahr werden.

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