Logistik-Software

Inventur im Stichprobenverfahren spart Zeit und Geld

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Bei der Aufstellung des Inventars darf deren Bestand also auch mit Hilfe anerkannter mathematisch-statistischer Methoden aufgrund von Stichproben ermittelt werden. Voraussetzung ist, dass die verwendeten Verfahren den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) entsprechen und die Qualität des so aufgestellten Inventars dem Aussagewert einer körperlichen Bestandsaufnahme gleichkommt. „Die Wirtschaftsprüfer konnten sich davon überzeugen, dass die Standorte Herzebrock, Trier und Gera alle Voraussetzungen erfüllen“, erinnert sich Linnemann.

Im nächsten Schritt erkundigte sich der Consultant nach geeigneten Softwarelösungen. Vor allem musste das eingesetzte Programm durch eine Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft zertifiziert sein. Diese Bedingung erfüllen nur wenige Anbieter auf dem überschaubaren Markt für Inventursoftware – einer von ihnen ist die Stat Control GmbH.

Hochwertige Lagerpositionen werden voll gezählt

Am Ende des Ausschreibungs-Verfahrens entschied sich Arvato Services für das Inventursystem Stasam von Stat Control. Stasam ist ein Stichprobeninventur- und Controlling-System für die permanente und die stichtagsbezogene Stichprobeninventur. Im Gegensatz zu anderen Inventursystemen verwendet Stasam vier statistischen Verfahren: Berücksichtigt werden die Mittelwertschätzung, die Differenzenschätzung, die Verhältnisschätzung und die Regressionsschätzung. Die besonders hochwertigen Lagerpositionen werden zur Inventur voll gezählt.

„Neben der fachlichen Kompetenz und dem Preis hat uns vor allem das persönliche Engagement der Mitarbeiter des Unternehmens überzeugt“, so Jürgen Bohnenkamp. Zudem habe sich Stasam problemlos in die vorhandene SAP-Landschaft von Arvato integrieren lassen. Seit Juli 2006 ist Stat Control als einziger Anbieter von Inventursoftware Business-Partner der SAP-Tochter Steeb.

Statt 120 nur noch 40 Mitarbeiter im Einsatz“

Der Mitte 2009 in Herzebrock durchgeführte Test verlief erfolgreich, sodass schon die Inventur im Rahmen des letzten Jahresabschlusses komplett mit Stasam durchgeführt wurde. Von den genau 15256 Lagerpositionen mussten dabei nur 576 Stück gezählt werden. „Das sind gerade mal 3,8% der Artikel“, so Linnemann. „Anstelle von 120 waren dafür nur noch 40 Mitarbeiter im Einsatz“, betont Jarvers, die auch den Zeitvorteil genau beziffert: „Nach nur drei Stunden war die Arbeit, die uns früher einen Tag aufgehalten hat, erledigt.“

Dadurch sei bei den betroffenen Kollegen letztlich auch die Motivation gestiegen, was wiederum zu besseren Zählergebnissen führte. Aufgrund der einfachen Durchführbarkeit wird es in Herzebrock auch künftig zweimal pro Jahr eine Inventur geben. Auch die Standorte Gera und Trier sollen auf das Stichprobenverfahren umgestellt werden.

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