Containerhandling Kalmar konzipiert Kombistapler für Containerterminal Altenwerder
In Ergänzung zu seinen vollautomatischen Kranlagern setzt das Containerterminal Altenwerder (CTA) seit Kurzem einen Hochleistungskombistapler für den Containerumschlag ein. Basis des Spezialgeräts ist ein 52-t-Frontstapler von Kalmar, der Container oder bis zu 52 t schwere Einzellasten wahlweise mit einem Spreader oder mit 2800 mm langen und leicht austauschbaren Spezialgabeln umschlagen kann.
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Im Containerterminal Altenwerder, dem wasserseitig stückgutintensivsten Containerterminal der Hamburger Hafen und Lagerhausgesellschaft (HHLA), war das Bewegen von schweren Einzellasten mit Reachstackern bei steigendem Stückgutaufkommen zu personal- und zeitaufwändig geworden, da sämtliche Lasten von mehreren Personen gelascht werden mussten.
Kombistapler für Container- und Stückgutumschlag
Auf Basis des 67 t wiegenden Schwerstaplers Kalmar DRF 52-1200 konzipierte Cargotec Germany ein Kombigerät für Container- und Stückgutumschlag.
Wie berichtet wird, bietet der Duplexmast mit seinen umgedrehten Gabeln (System Terminal West) die Möglichkeit, per Spreader zwei Highcube-Container übereinander stapeln zu können.
Der Kalmar-Spreader hat Einfahrtaschen für die Gabeln und ist fest mit ihnen verbunden. Zum Ausgleich nicht paralleler Anfahrpositionen lässt er sich um ± 5° um die Hochachse drehen.
Der 8400 mm lange und 4450 mm breite Frontstapler aus schwedischer Produktion wird von einem 260 kW starken Volvo-Motor (Tier IIb) angetrieben und ist mit Last bis zu 20 km/h schnell. Ein vollautomatisches Dana-Lastschaltgetriebe mit vier Vor- und Rückwärtsgängen soll für ruckfreie Schaltvorgänge sorgen.
Wartungsfreie nasse Lamellenbremsen verzögern den Schwerstapler nach Angaben von Cargotech sicher unter allen Betriebsbedingungen. Sämtliche Komponenten wie Motor, Getriebe, Hydraulik und Elektronik kommunizieren in Echtzeit per redundantem Canbus – der Fahrer wird in seiner geräumigen Spirit Delta Kabine permanent über alle Betriebszustände von Grundgerät und Lastaufnahmemittel informiert, heißt es. Am Fahrerohr betrage der Geräuschpegel maximal 72 dB(A).
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