Hochregallager

Kerzenschein aus dem Hochregal

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Satelliten-Technik erhöht den Planungsspielraum

Die Westfalia-Regalfahrzeuge erreichen mittels ihrer besonderen Konstruktion und Bauweise sehr hohe Geschwindigkeiten und Leistungswerte. „Wir erreichen Einlagerungswerte von 58 Paletten im Einzel- sowie 62 Paletten im Doppelspielverfahren“, erläutert Beinker. Besondere konstruktive Flexibilität erlaube die individuelle Anpassung an alle raumstrukturellen Vorgaben. Zugleich erhöht die bewährte Satelliten-Technik den Planungsspielraum und den Nutzungsgrad des Lagers. „Denn die Technologie ist in der Lage, sich vom RBG zu lösen und in den Regalgang hinein zu fahren. Für uns sind bis zu 19-fach tiefe Kanäle und auch unterschiedliche Palettengrößen kein Problem“, bringt Willi Weiden, Vertriebsleiter für den westdeutschen Raum, die Westfalia-Kompetenzen auf den Punkt.

So transportiert das Regalbediengerät bei Wenzel Euro- und Düsseldorfer-Paletten in unterschiedlichen Höhen und mit einem Maximalgewicht von 800 kg. Die bewährte Dreifach-Unterstützung verhindert dabei ein Durchbiegen der Paletten. „Für Sicherheit steht ebenso der autark vom Senkrechtschlitten und seinem Lastaufnahmemittel verfahrende Servicelift. Er ermöglicht im Wartungsfall, optimal geschützt innerhalb der Regalebenen befördert zu werden“, betont der Logistiker.

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Frei parametrierbare Kanäle bei den Auslagerbahnen

Vor besonderen Herausforderungen stand das WMS-Team um Projektingenieur Matthias Kleine. „Parallel zum bestehenden Westfalia-Lagerverwaltungssystem haben wir die aktuelle Version unserer Lagerverwaltungssoftware Savanna-Net für das neue Hochregallager eingesetzt. Dadurch gab es keinerlei Störungen und Unterbrechungen im laufenden System und die Anlage war nach einer kurzen Inbetriebnahmephase nutzungsbereit. Um eine zügige Verladung zu gewährleisten, können die Kommissionen in frei parametrierbaren Kanälen in der Nähe der Auslagerbahnen vorab bereitgestellt werden“, weiß der Software-Ingenieur.

Der Transport einer Palette zum anberaumten Einlagerungsort ist somit genau festgelegt: Von der Aufnahmestation geht es über die Fördertechnik hinein ins Hochregallager. „Im Regal werden die Ladungsträger separat behandelt und nicht durchmischt“, so der Software-Ingenieur. Und bei der Auslagerung bewegen das Regalbediengerät und die Westfalia-Fördertechnik den Ladungsträger in den Versandbereich. Eine Vorgehensweise, die – aus Sicht von Geschäftsführer und WMS-Experten Peter Jaksch – bereits deutliche Ergebnisse zeigt: „In diesem Jahr war unser Lager schon sehr gut ausgelastet, sodass wir stets flexibel agieren konnten.“

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